Müller-Rech (FDP): Schulverweigerung landesweit digital erfassen

Trotz immer mehr Bußgeldverfahren wegen Schulverweigerung lehnt die schwarz-grüne Landesregierung eine systematische Erfassung von Fehlzeiten in der Schule weiter ab. Das teilte das Schulministerium auf Anfrage der FDP-Landtagsfraktion NRW mit.

FDP-Fraktionsvize Franziska Müller-Rech

FDP-Fraktionsvize Franziska Müller-Rech

Im Gespräch mit der Rheinischen Post betonte Franziska Müller-Rech, stellvertretende Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion NRW:

„Wer länger in der Schule fehlt, verliert den Anschluss. Das betont die Landesregierung in ihrer Antwort selbst – und schaut trotzdem weg. Ursachen? Keine Ahnung im Schulministerium. Einheitliche Erfassung? Nicht geplant, wäre Aufwand. Aber wer nicht weiß, wo und warum Schülerinnen und Schüler fehlen, kann auch keine Hilfe leisten.

Wir brauchen eine landesweite digitale Erfassung von Fehlzeiten. Nicht für die nächste Statistik, sondern weil hinter jeder Zahl ein junger Mensch steckt, der gemobbt wird, gesundheitliche Probleme hat oder auf die schiefe Bahn zu geraten droht. Gute Daten helfen dabei, solche Probleme früher zu erkennen, politische Prioritäten richtig zu setzen und Unterstützungsangebote zu schaffen, anstatt Lehrkräfte damit allein zu lassen.

In Zeiten angeblicher Digitalisierung ist das Bürokratieargument hanebüchen. Datengrundlagen und Bürokratieabbau schließen sich nicht aus – zumindest, wenn man im Stande ist, Software und KI richtig zu nutzen. Unser Land braucht kluge Kinder. Aber angesichts solcher Tatenlosigkeit der Landesregierung sind schwache Ergebnisse bei PISA, Bildungsmonitor und Co. nicht verwunderlich.“

Medienbericht