Müller-Rech (FDP): Schwarz-grünes Lehrer-Besoldungspaket ist eine Mogelpackung
Beim groß angekündigten Besoldungspaket für Schulleitungen und Lehrkräfte der schwarz-grünen NRW-Landesregierung bleibt ein großer Teil der Schulleitungen an Grund- und Hauptschulen auf der Strecke, weil die höhere Besoldung nur an Schulen ab 360 Schülerinnen und Schülern gilt. Das zeigt die Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Landtagsfraktion NRW.
FDP-Fraktionsvize Franziska Müller-Rech
Franziska Müller-Rech, stellvertretende Vorsitzender der FDP-Landtagsfraktion NRW, kritisiert in der Rheinischen Post:
„Das schwarz-grüne Besoldungspaket ist eine Mogelpackung. Schwarz-Grün verkauft eine große Besoldungsoffensive – die Schulen erhalten aber nur ein PR-Päckchen. Wer ein ‚Besoldungspaket für Schulleitungen und Lehrkräfte‘ verspricht, weckt die Erwartung, dass die Wertschätzung auch in der Breite ankommt. Die eigenen Zahlen der Landesregierung zeigen jetzt das Gegenteil: Fast 86 Prozent der Grundschulen und über 77 Prozent der Hauptschulen gehen bei der Höhergruppierung ihrer Schulleitungen leer aus.
Besonders absurd ist die starre Grenze. Schulleitungen führen Personal, organisieren den Schulalltag, verantworten die Schulentwicklung und halten den Betrieb trotz Lehrkräftemangel und ausufernder Bürokratie am Laufen. 359 Schülerinnen und Schüler bedeuten nicht weniger Verantwortung als 360. Wer Verantwortung wirklich wertschätzen will, darf nicht mit solchen willkürlichen Grenzen arbeiten.
‚A13 für alle‘ war richtig. Aber Wertschätzung darf dort nicht aufhören. Wer zusätzliche Verantwortung übernimmt, muss das auch auf dem Gehaltszettel spüren – unabhängig davon, wie groß die eigene Schule ist. Funktionsstellen und besondere Aufgaben müssen angemessen vergütet werden. Schulministerin Feller sollte weniger Energie in große Überschriften und mehr in echte Wertschätzung stecken. Nordrhein-Westfalens Schulleitungen brauchen keine Mogelpackung, sondern eine faire Besoldung für Verantwortung und Leistung.“