Müller-Rech (FDP): Stillstand bei Unterrichtsstatistik – Landesregierung muss kreativer werden
Beim Ausfall von Schulunterricht tritt Nordrhein-Westfalen weiter auf der Stelle – das zeigt die neue Unterrichtsausfallstatistik. Nach den vom NRW-Schulministerium vorgelegten Zahlen fielen im ersten Schulhalbjahr 4,4 Prozent der Unterrichtsstunden ersatzlos aus; zuvor waren es 4,5 Prozent.
FDP-Fraktionsvize Franziska Müller-Rech
Von Entwarnung kann aus Sicht der FDP-Landtagsfraktion NRW angesichts dieser Minimalveränderung von 0,1 Prozent keine Rede sein. Die Statistik des Schulministeriums erfasst landesweit, in welchem Umfang Unterricht an öffentlichen Schulen planmäßig stattfindet, vertreten wird oder ersatzlos ausfällt.
Dazu Franziska Müller-Rech, stellvertretende Vorsitzende und schulpolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion NRW, gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe:
„Wir sehen erneut Stillstand bei der Unterrichtsstatistik. Im Grunde ist diese Stagnation beim Unterrichtsausfall ein Rückschritt, weil wieder wertvolle Zeit verloren gegangen ist. Die Landesregierung muss kreativer werden, um die Lehrkräfte systematisch zu entlasten, damit sie gesund bleiben und mehr Zeit für die Schülerinnen und Schüler haben.
Anstatt sich mit kaum spürbaren Verbesserungen zufriedenzugeben, sollte die Landesregierung Lehrkräfte schleunigst wirklich entlasten, etwa durch den sinnvollen Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Lösungsansätze sind beispielsweise KI-gestützte Korrekturen und insbesondere auch Maßnahmen für ein gesünderes Arbeitsumfeld, damit weniger Lehrkräfte ausfallen und der Unterricht verlässlich stattfinden kann.“