Nückel (FDP): KI-Seepferdchen schlägt Verbotsprediger

Zum Kinder- und Jugendschutz im digitalen Raum sowie zum Umgang mit sozialen Medien äußern sich heute Sachverständige in einer Anhörung im Landtag. Die Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ der Bundesregierung hatte bereits gestern Ergebnisse und Handlungsempfehlungen zu Schutz, Befähigung und Teilhabe von Kindern und Jugendlichen in der digitalen Welt veröffentlicht.

Thomas Nückel

Thomas Nückel

Dazu erklärt Thomas Nückel, medienpolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion NRW:

„Verbote werden von Jugendlichen schnell umgangen – das zeigen die Erfahrungen aus Australien. Ich bin überzeugt: Sichere und altersgerechte Angebote werden eine deutlich höhere Akzeptanz finden. Die Verbotsphantasien in den Anträgen der Fraktionen von CDU und Grünen sowie der SPD im NRW-Landtag wurden auch durch die Empfehlungen der Expertenkommission ‚Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt‘ ad absurdum geführt.

Ich begrüße die Vorschläge der Expertenkommission und hoffe, dass sich die Bundesregierung an ihnen orientiert. Die Kommission folgt nicht den Verbotspredigern, sondern setzt auf die Verantwortung von Eltern, Schulen und Kindergärten. Sie will Qualifizierung fördern und Teilhabe am digitalen Leben ermöglichen. Wenn Kinder beim Erwerb des KI-Seepferdchens den selbstbewussten und sicheren Umgang mit Chatbots und Companion-Systemen lernen sowie deren Möglichkeiten und Grenzen kennenlernen, ist das eine gute Grundlage für den Umgang mit KI. Wir Freie Demokraten wollen die Zukunft umarmen – das bedeutet nicht Abschottung, sondern Aufklärung.“