Pfeil (FDP) zum Waldbrand in der Nordeifel: NRW braucht endlich eigene Löschflugzeuge

Im Kreis Düren in der Eifel wütet ein heftiger Waldbrand. Die Behörden warnen vor „extremer Gefahr“, Menschen mussten ihre Häuser verlassen.

Dr. Werner Pfeil

Dr. Werner Pfeil 

Dazu erklärt Dr. Werner Pfeil, Sprecher für Feuerwehr und Katastrophenschutz der FDP-Landtagsfraktion NRW:

„Zuallererst gilt unser Dank den Einsatzkräften von Feuerwehr, Polizei und Bundeswehr sowie der Zivilbevölkerung vor Ort. Landwirte unterstützen mit Traktoren, Anwohner helfen beim Räumen von Pferdeställen – was dort gerade geleistet wird, verdient höchsten Respekt.

Gleichzeitig stellen sich kritische Fragen: Wie kann es sein, dass die Bundeswehr mit Panzern vor Ort steht, um Schneisen zu schlagen, aber stundenlang auf das Go warten muss? Die Hitzewelle ist nichts Neues, wir reden seit Wochen darüber. Dennoch war zunächst nur ein einziger Löschhubschrauber im Einsatz. Jetzt sind offenbar weitere Hubschrauber aus anderen Bundesländern und weiteren Städten in NRW im Anflug. Hilfe, die glücklicherweise anderswo vorhanden ist. Wir Freie Demokraten fordern seit Jahren, hier selbst vorzusorgen und im Notfall schnell einsatzbereit zu sein – diese Forderung wurde immer wieder abgetan und belächelt. Jetzt zeigt sich in der Nordeifel schmerzhaft die Konsequenz.

Genau für solche Lagen muss es einen abrufbereiten Notfallplan geben, nicht erst dann, wenn das Feuer bereits auf wenige Hundert Meter an eine Ortschaft heranrückt. Dass die Nordeifel und der Nationalpark Eifel unwegsames Gelände ohne befestigte Wege sind, an das Löschfahrzeuge kaum herankommen, ist gleichfalls seit Langem bekannt – wir haben genau davor gewarnt. Deshalb braucht Nordrhein-Westfalen endlich eigene Löschflugzeuge, nicht nur Hubschrauber. Ein Löschflugzeug schafft pro Ladung ein Vielfaches der Wasserlast eines Helikopters. Die Landesregierung muss diesen Ausbau jetzt sofort mit Priorität angehen, statt sich weiter auf die Kapazitäten anderer Länder und Nachbarstaaten zu verlassen. Der Waldbrand bei Hürtgenwald darf nicht der nächste Weckruf sein, den wir schon wieder verstreichen lassen.“