FDP fordert: Islamischen Religionsunterricht abschaffen
Die FDP-Landtagsfraktion NRW fordert die Abschaffung des islamischen Religionsunterrichts.
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„Wir dürfen nicht zulassen, dass dieser Religionsunterricht zu einem Einfallstor für extremistische Ideologien, die nicht auf dem Boden des Grundgesetzes stehen, oder für völlig veraltete Rollenbilder, zum Beispiel zwischen Mann und Frau, wird“, sagte unser Fraktionsvorsitzender – Begriffserklärung anzeigen Henning Höne in einer Pressekonferenz am 1. Juli 2024. Stattdessen soll für alle Schülerinnen und Schüler, die nicht am konfessionsgebundenen Religionsunterricht teilnehmen, ein verpflichtender Ethikunterricht, beziehungsweise ein Unterricht in Praktischer Philosophie, eingeführt werden. In diesem soll es dann etwa um Werte, Weltanschauungen oder philosophische Fragen gehen.
Hintergrund ist unter anderem eine Studie (1) der Universität Münster, nach der angehende Lehrkräfte für Islamunterricht vielfach antisemitische und extremistische Positionen vertreten. Zudem gebe es etwa einen Mangel an qualifizierten Lehrkräften, einen starken Einfluss konservativer Islamverbände, Skepsis der Schulleitungen sowie Beschwerden aus der muslimischen Elternschaft. „Lediglich 6 Prozent der muslimischen Schülerinnen und Schüler sind in diesem Unterricht, was einerseits daran liegt, dass er nicht flächendeckend angeboten wird. Aber wir erhalten anderseits auch Rückmeldung von Schulen, dass der Unterricht von vielen Eltern zu wenig Akzeptanz erfährt“, so Höne.
Der Liberale weiter: „Wir haben die Idee grundsätzlich immer unterstützt, haben aber gerade auch nach den letzten Wochen und Monaten nüchtern feststellen müssen, dass die eigentlich gute Idee offensichtlich in der jetzigen Form gescheitert ist!“ Mittelfristig gebe es die Möglichkeit, „noch mal neu über den islamischen Religionsunterricht – Begriffserklärung anzeigen zu sprechen, wenn es denn dann ein neues Modell gibt“. Im offenen Betrieb funktioniere dies aber nicht.
Ansprechpartner
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Henning Höne
Fraktionsvorsitzender -
Saskia Fröhlich
Leiterin Presse- und Medienarbeit Pressesprecherin -
Nils Natho
Referent für Presse und Medien Pressesprecher