Zum Inhalt springen
Marcel Hafke

Kein Grund zur Beruhigung Kriminelle Karrieren müssen früh gestoppt werden

Innenminister Herbert Reul hat heute das Lagebild zur Kinder- und Jugendkriminalität 2025 vorgestellt. Der vorgestellte Rückgang der Tatverdächtigen unter 21 Jahren wird allerdings ausschließlich von Jugendlichen und Heranwachsenden getragen. Die Zahl tatverdächtiger Kinder blieb mit 21.350 nahezu unverändert.

Details

Details

Dazu erklärt Marcel Hafke, innenpolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion NRW:

„Das Minus von 5,7 Prozent ist kein Grund zur Beruhigung. Gerade bei Kindern gibt es praktisch keinen Rückgang. Im Gegenteil: Bei Körperverletzungsdelikten steigt die Zahl tatverdächtiger Kinder um 6,5 Prozent, bei Internet-Straftaten sogar um 10,5 Prozent. Bei Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung steigt die Zahl der Tatverdächtigen unter 21 Jahren zudem um mehr als fünf Prozent. Gleichzeitig erreicht die Zahl der als Opfer erfassten Lehrkräfte mit 865 einen Zehnjahreshöchststand. Das sind deutliche Warnsignale. Denn aus heute straffälligen Kindern werden im Zweifel straffällige Jugendliche.

Minister Reul darf Kinder- und Jugendkriminalität deshalb nicht nur in Lagebildern beschreiben. Die Landesregierung muss dafür sorgen, dass aus ersten Auffälligkeiten keine kriminellen Karrieren werden. Dafür müssen die Eltern verbindlich einbezogen und verantwortlich gemacht werden. Außerdem brauchen wir einen starken, qualitativen Ganztag für alle als Ort von Struktur und Prävention, frühzeitige und verbindliche Hilfen bei ersten Auffälligkeiten, ein fachübergreifendes Fallmanagement und klare Interventionen bei wiederholter Straffälligkeit. Für eine kleine Gruppe von Mehrfach- und Intensivtätern plädieren wir als letzte Chance für intensivpädagogische Camps mit klarer Tagesstruktur, sozialpädagogischer Begleitung, Sport, beruflicher Orientierung und verbindlicher Nachbetreuung. Wir wollen junge Menschen nicht früher wegsperren, sondern dafür sorgen, dass es gar nicht erst so weit kommt.

Wir Freie Demokraten haben dazu bereits im zuständigen AusschussFachgremium, das der Landtag für die Dauer der Wahlperiode zur Vorbereitung seiner Beschlüsse einsetzt. Ausschüsse beraten überwiesene Gegenstände und geben dem Landtag in der Regel Beschlussempfehlungen.Zum Glossareintrag einen umfassenden AntragFörmlicher Vorschlag, zu dem der Landtag einen Beschluss fassen soll. Jedes Mitglied des Landtags, jede Fraktion und jede Gruppe darf Anträge stellen; sie sind schriftlich einzubringen.Zum Glossareintrag vorgelegt. Schade, dass Minister Reul mit seinem heutigen Pressetermin nicht die morgige Sachverständigenanhörung dazu abwartet. Gerade wenn bestehende Instrumente an Grenzen stoßen, sollte der Innenminister die Expertise aus Wissenschaft und Praxis ernst nehmen.“

Ansprechpartner

Ansprechpartner


NRW-Update Abonnieren Sie unseren Newsletter

Bleiben Sie auf dem Laufenden: zu den Themen, Ideen und Menschen, die Nordrhein-Westfalen voranbringen. Wir informieren Sie regelmäßig über unsere Arbeit im Landtag und Neuigkeiten des FDP-Landesverbandes NRW.

Jetzt anmelden zum Newsletter
  • Aktuell informiert
  • Direkt aus dem Landtag

Mehr zum Schwerpunkt: Smarte Integration

Dieser Inhalt ist Teil unseres Schwerpunkts „Smarte Integration“. Der Schwerpunkt bündelt alle politischen Themen, die Zuwanderung nach klaren Regeln, nachweisliche Integrationsleistung und ein konsequentes Vorgehen gegen Regelverstöße ermöglichen.

„Smarte Integration“ ist einer von fünf Schwerpunkten, mit denen die FDP-Fraktion NRW das Comeback des Landes gestalten will.

Schwerpunkt

Smarte Integration

Zuwanderung und Integration bedeuten: Chancen eröffnen, Sprache fördern, Arbeit ermöglichen – und unsere Werte konsequent verteidigen, auch gegen Antisemitismus.

In die Zwischenablage kopiert.