Zum Inhalt springen
Dr. Werner Pfeil

Tödlicher Verkehrsunfall manifestiert Bedenken zum Umgang mit dem Offenen Vollzug

Nach dem tödlichen Verkehrsunfall in Krefeld am 25. Dezember 2025 deckte eine Berichtsanfrage der FDP-Landtagsfraktion NRW nun auf, dass dieser von einem Häftling aus dem Offenen Vollzug bei seinem ersten Erprobungsausgang verursacht wurde. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen fahrlässiger Tötung und eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens.

Details

Details

Dazu erklärt Dr. Werner Pfeil, rechtspolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion NRW:

„Leider manifestiert der Fall in Krefeld erneut unsere Bedenken in Hinblick auf den lockeren Umgang mit dem Offenen Vollzug in Nordrhein-Westfalen. Bedenklich ist auch, wie mit diesem Fall politisch umgegangen wird. Durch die Mitteilung von Justizminister Limbach im Dezember, der Häftling sei in den Unfall lediglich ‚verwickelt‘ gewesen, sollten offenbar der tatsächliche Tathergang und die Verantwortung der JVAAbkürzung für Justizvollzugsanstalt, also eine Einrichtung des staatlichen Justizvollzugs. Die FDP-Landtagsfraktion fordert aktuell mehr Personal, mehr ambulante und stationäre Behandlungsplätze sowie wirksame Entlastung und Sicherheitsvorkehrungen im NRW-Justizvollzug.Zum Glossareintrag Moers-Kappellen verschleiert werden. Nur durch unser Nachhaken wurde der wahre Hergang bekannt: Der Gefangene hat den Unfall nicht nur als Fahrer des PKW verursacht, sondern ihn anscheinend sogar aufgrund überhöhter Geschwindigkeit durch das Fahren eines sogenannten Rennens gegen sich selbst zumindest fahrlässig provoziert.

Der Fall wirft massive Fragen auf: Wieso führte der Gefangene bei seinem ersten Erprobungsausgang überhaupt ein Kraftfahrzeug? Wie ist dieser Ausgang durch die JVA vorbereitet worden? Wieso erfolgte der erste Ausgang unbegleitet? Bestanden hierfür keinerlei Auflagen? In der Sitzung des Rechtsausschusses wurde auf Nachfrage von Seiten des Justizministeriums mitgeteilt, dass es offenbar normal ist, dass ein Gefangener bei seinem ersten Erprobungsausgang im Offenen Vollzug unbegleitet ist und auch ein Kraftfahrzug führen darf. Der Gefangene befindet sich nunmehr wieder im geschlossenen Vollzug.

Insgesamt wirft der Krefelder Fall erneut ein Schlaglicht auf die möglicherweise viel zu lockere Anwendung des Offenen Vollzugs in Nordrhein-Westfalen.“

Ansprechpartner

Ansprechpartner


NRW-Update Abonnieren Sie unseren Newsletter

Bleiben Sie auf dem Laufenden: zu den Themen, Ideen und Menschen, die Nordrhein-Westfalen voranbringen. Wir informieren Sie regelmäßig über unsere Arbeit im Landtag für das Comeback Nordrhein-Westfalens.

Jetzt anmelden zum Newsletter
  • Aktuell informiert
  • Direkt aus dem Landtag

Mehr zum Schwerpunkt: Minus fetter Staat

Dieser Inhalt ist Teil unseres Schwerpunkts „Minus fetter Staat“. Der Schwerpunkt bündelt alle politischen Themen, die Bürokratie abbauen, Steuern senken, Verwaltung modernisieren und Kommunen finanziell handlungsfähig machen.

„Minus fetter Staat“ ist einer von fünf Schwerpunkten, mit denen die FDP-Fraktion NRW das Comeback des Landes gestalten will.

Schwerpunkt

Minus fetter Staat

Ein Staat muss stark sein, wo er gebraucht wird – und schlank bleiben, wo er Freiheit, Fortschritt und Möglichkeiten von Menschen, Unternehmen und Kommunen blockiert.

In die Zwischenablage kopiert.