Rasche (FDP): 60 km/h für Kleinkrafträder – mehr Sicherheit statt gefährlicher Überholmanöver

Kleinkrafträder dürfen in Deutschland nur 45 km/h fahren – das erzeugt unnötige Geschwindigkeitsunterschiede und begünstigt riskante Überholmanöver. Die FDP-Landtagsfraktion Nordrhein-Westfalen fordert deshalb, die zulässige Höchstgeschwindigkeit für Kleinkrafträder und Leichtkraftfahrzeuge auf 60 km/h anzuheben. Damit sollen Gefahren reduziert und Mobilität erleichtert werden.

Christof Rasche

Christof Rasche

Dazu erklärt Christof Rasche, verkehrspolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion NRW:

„Die aktuelle Begrenzung auf 45 km/h ist nicht mehr zeitgemäß und im Zweifel sogar gefährlich. Wer deutlich langsamer unterwegs ist als der übrige Verkehr, wird häufiger überholt, oft unter riskanten Bedingungen. Mit einer Anhebung auf 60 km/h könnten Kleinkrafträder deutlich gleichmäßiger im Verkehrsfluss mithalten. Das sorgt für mehr Ruhe auf der Straße und damit für mehr Sicherheit. Dazu kommt eine Schieflage, die niemand versteht: Alte DDR-Mopeds in derselben Fahrzeugklasse dürfen 60 km/h fahren, während moderne, technisch sichere Roller ausgebremst werden. Das ist widersprüchlich und unfair.

Wir Freie Demokraten wollen Regeln, die zur Realität passen – und bezahlbare, verlässliche Mobilität. Gerade für junge Menschen auf dem Weg zur Schule, zur Ausbildung oder zur Arbeit und für viele im ländlichen Raum sind Kleinkrafträder essenziell für eigenständige Fortbewegung. Deshalb setzen wir uns dafür ein, die Regelungen auf Bundes- und EU-Ebene anzupassen, nationale Spielräume zu nutzen und Modellprojekte zur wissenschaftlichen Bewertung zu ermöglichen.“