Rasche (FDP): Brückendesaster in Düsseldorf zeigt die ganze Absurdität grüner Verkehrspolitik
Straßen.NRW hat informiert heute darüber, dass wegen neu festgestellter Schäden an den Geh- und Radwegen der Düsseldorfer Josef-Kardinal-Frings-Brücke kurzfristig eine Fahrspur für den Fuß- und Radverkehr genutzt werden soll. Dadurch wird der Kfz-Verkehr auf der zentralen Verbindung zwischen Düsseldorf und Neuss auf nur noch eine Fahrspur reduziert.
Christof Rasche
Dazu erklärt Christof Rasche, verkehrspolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion NRW:
„Die Josef-Kardinal-Frings-Brücke ist eine der wichtigsten Verkehrsadern zwischen den Großstädten Düsseldorf und Neuss. Tausende Pendler, Handwerker, Lieferverkehre und Unternehmen sind jeden Tag auf sie angewiesen. Die Straßenkapazität zu halbieren, wird zu massiven Staus und erheblichen Belastungen für die gesamte Region führen. Das ist eine politische Entscheidung gegen den Autoverkehr. Hier werden wissentlich riesige Auto-Staus produziert, um eine Fahrradspur einzurichten: Das zeigt die ganze Absurdität der ideologischen grünen Verkehrspolitik in Nordrhein-Westfalen.
Für die Zeit der Ertüchtigung der Geh- und Radwege an der Josef-Kardinal-Frings-Brücke braucht es intelligente Lösungen statt grüner Anti-Auto-Politik. Sinnvoller wäre es beispielsweise, das Angebot der über die Brücke führenden Straßenbahn kurzfristig deutlich zu verstärken. So könnte man die Überquerung auch für Fußgänger und Radfahrer ermöglichen, ohne den Kfz-Verkehr einzuschränken.
Insgesamt ist die Entscheidung ein weiteres Beispiel, dass das NRW-Brückendesaster unmittelbare Folge schlechter Verkehrspolitik ist. Seit Jahren ist bekannt, dass sich die Brücke in einem schlechten Zustand befindet – trotzdem plant die Landesregierung den Ersatzneubau erst Mitte der 2030er Jahre. Das jahrelange Wegschauen der Verkehrsminister von SPD, CDU und Grünen müssen nun die Menschen und die Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen ausbaden. Wir brauchen dringend maximales Tempo bei Planung, Genehmigung, Sanierung und Bau aller Brücken in Nordrhein-Westfalen. Verbandsklagerechte und langwierige Umweltverträglichkeitsprüfungen können wir uns bei Ersatzbauten schon lange nicht mehr erlauben.“