Rasche (FDP): Schwarz-Grün nimmt marode NRW-Brücken nicht ernst genug

Fast 300 Brücken in Nordrhein-Westfalen sind sanierungsbedürftig, wie aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Landtagsfraktion NRW hervorgeht. Welche Brücken das sind, teilt die Landesregierung aber nicht mit.

Christof Rasche

Christof Rasche

Dazu sagte Christof Rasche, verkehrspolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion NRW, gegenüber t-online :

„Die Antwort der Landesregierung auf unsere Kleine Anfrage ist ein bemerkenswertes Beispiel dafür, wie man konkrete Fragen mit maximaler Unverbindlichkeit umgeht. Statt der erbetenen Einzelaufstellung zum Zustand der Brücken liefert Verkehrsminister Krischer bloß pauschale Gesamtzahlen. Dabei zeigte eine Untersuchung der IHK Nordrhein-Westfalen schon im Februar 2025, dass 18,5 Prozent aller Bundes- und Landesbrücken in NRW als dringend sanierungsbedürftig gelten – der mit Abstand höchste Wert im Bundesvergleich. Offenbar weiß die Landesregierung aber selbst nicht genau, in welchem Zustand sich unsere Brücken befinden – oder sie will die Realität bewusst nicht transparent machen. Dabei sind funktionierende Brücken essenziell für Mobilität, Wirtschaft und Verkehrssicherheit in unserem Land.

Besonders widersprüchlich: Während die Probleme immer größer werden, fügt die Landesregierung mit der Änderung des Straßen- und Wegegesetzes sogar neue, völlig unnötige Beschränkungen bei der Beschleunigung von Brückenbaumaßnahmen hinzu, etwa die Begrenzung auf Brücken unter 500 Metern Länge. Der Eindruck drängt sich auf, dass Schwarz-Grün die dramatische Lage der Brückeninfrastruktur in Nordrhein-Westfalen schlicht nicht ernst genug nimmt.“

Medienbericht