Rasche (FDP) zur gesperrten Nordbrücke: Wüst-Regierung darf sich nicht wegducken
Die vollständige Sperrung der Bonner Nordbrücke (A565) trifft Pendler, Handwerk und Logistik mit voller Wucht – eine zentrale Rheinquerung fällt bis auf Weiteres aus. Schon zuvor galt dort ein Lkw-Fahrverbot über 7,5 Tonnen, nun ist die Brücke komplett dicht. Besonders hart: Auch Fußgänger und Radfahrer sind betroffen, sogar die Straße unterhalb der Brücke ist gesperrt.
Christof Rasche
Dazu erklärt Christof Rasche, verkehrspolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion NRW:
„Die Sperrung der Bonner Nordbrücke ist eine Katastrophe für die Region und für den Wirtschaftsstandort Nordrhein-Westfalen insgesamt. Denn hier zeigt sich das ganze Ausmaß des Infrastrukturversagens. Ich habe mir heute selbst vor Ort ein Bild von der Lage gemacht: Nicht nur für Lkw und Autos, auch für Fußgänger und Radfahrer ist die Brücke jetzt gesperrt – und auch die Straße darunter, sodass man nicht einmal mehr unter der Brücke hindurchlaufen kann. Ein riesiges Alltagsproblem für zigtausende Menschen. Jetzt darf kein einziger Tag verschenkt werden. Die Autobahnverbindung muss schnellstmöglich wieder für alle Fahrzeuge befahrbar sein, insbesondere auch für Lkw.
Gleichzeitig erleben wir in Berlin das nächste Warnsignal: Das geplante Infrastruktur-Zukunftsgesetz darf nicht zur Ankündigungsshow verkommen. Ich verlange volle Transparenz: Kommt das Gesetz vor der Sommerpause – ja oder nein? Wenn nicht: Wer bremst, mit welchen Argumenten, und warum soll ausgerechnet die Straße langsamer beschleunigt werden als die Schiene?
Die schwarz-grüne Landesregierung darf sich nicht wegducken. NRW hat Einfluss – gerade im Bundesrat. Wer jetzt so tut, als regle ‚der Bund' das schon, macht es sich zu leicht. Von 23 Rheinbrücken sind sieben abgelastet, also nicht vollständig befahrbar – das ist nicht hinnehmbar. Wir Freie Demokraten wollen einen echten Brücken- und Sanierungsturbo: klare Prioritäten für marode Knotenpunkte, schnellere Verfahren ohne ideologische Schlagseite und am Ende ein messbares Ergebnis – eine Infrastruktur, die wieder funktioniert.“