Schneider (FDP): Gesundheitssystem und Pflege besser auf Hitzeperioden vorbereiten

Die jüngste Hitzewelle hat schonungslos Schwächen bei der Hitzeresilienz des Gesundheitssystems offengelegt. Die FDP-Landtagsfraktion NRW fordert von der Landesregierung entschlossenes Handeln.

Susanne Schneider

Susanne Schneider

Susanne Schneider, gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion NRW, sagte der Rheinischen Post:

„Die Alten- und Pflegeheime in Nordrhein-Westfalen müssen deutlich besser auf Hitzeperioden vorbereitet sein. Es kann doch nicht sein, dass wegen einer Überhitzung plötzlich Feuerwehrleute alte Menschen aus ihrer Senioreneinrichtung evakuieren müssen, wie es in Dormagen oder in Krefeld der Fall war. Das verschreckt und traumatisiert die Betroffenen. Das Land Nordrhein-Westfalen ist gefragt, die Alten- und Pflegeheimbetreiber bei den dringend benötigten Investitionen zu unterstützen.

Besonders schockiert haben mich Rückmeldungen, dass die Hitzewelle auch zu einem Anstieg der Sterbefälle geführt hat. Die Zahlen waren sogar so hoch, dass es Schwierigkeiten gab, die Verstorbenen angemessen unterzubringen. Ein Bestatter aus dem Ruhrgebiet berichtete mir, dass er normalerweise Kapazitäten für 40 Verstorbene habe, aber aktuell 70 Verstorbene unterbringen müsse. In vergangenen Jahren waren es in dem Zeitraum höchstens 15 bis 20 Verstorbene.

Die Landesregierung redet viel, lässt ihren Worten aber keine Taten folgen. Die schwarz-grüne Koalition darf sich nicht auf irgendwelchen Anträgen aus dem Januar 2023 ausruhen, wenn dann nicht gehandelt wird. Es muss unbedingt mehr für den Schutz der Schwächsten in unserem Land getan werden. Bei der Investitionsförderung zur Umsetzung des neuen Krankenhausplans muss auch die Vollklimatisierung von Patientenzimmern möglich sein.

Ich möchte auch nicht mehr erleben, dass unsere Einsatzkräfte durch die immensen Temperaturen an ihre physischen und psychischen Grenzen kommen und dann Minister ‚feierlich‘ Rettungswachen ohne Klimaanlagen einweihen.“

Medienbericht