Schneider (FDP): Laumanns Etikettenschwindel hilft nicht beim Hitzeschutz

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat am heutigen Freitag Pläne der Landesregierung für Förderprogramme zum Hitzeschutz in Krankenhäusern und Pflegeheimen vorgestellt.

Susanne Schneider

Susanne Schneider

Dazu erklärt Susanne Schneider, gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion NRW:

„Nach zwei Monaten ist die Landesregierung plötzlich aufgewacht und hat gemerkt, wie dramatisch die Hitzewelle mit tausenden Toten war. Als Reaktion werden jetzt aber neue Schilder auf alte Haushaltsmittel geklebt. Vermeintlich neue Programme aus vorhandenen Mitteln finanzieren zu wollen, ist eine reine Umetikettierung ohne tatsächliche Wirkung. Wir müssen Patientinnen und Patienten sowie ältere Menschen besser vor Hitze schützen und ein gesundes Umfeld für diejenigen schaffen, die diese Arbeit tagtäglich leisten. Die Landesregierung muss zusätzliches Geld in die Hand nehmen, um Gesundheitssystem und Pflege wirklich hitzeresilient aufzustellen. Der NRW-Haushalt ist unter Schwarz-Grün um 28 Milliarden Euro gewachsen – man fragt sich bloß, wo all das Geld hin ist. Durch die heute vorgestellten Maßnahmen fließt kein zusätzlicher Euro in die Krankenhäuser. Laumanns Etikettenschwindel hilft beim Hitzeschutz leider nicht. Dabei bräuchten wir dringend eine wirklich wirksame Offensive für mehr Klimaanlagen in Krankenhäusern, Pflegeheimen und anderen Einrichtungen des Gesundheitswesens.“

Medienbericht