Schneider (FDP): Staatliche Erziehungsmaßnahmen wie die Zuckersteuer sind der falsche Weg

Immer mehr Kinder und Jugendliche in Nordrhein-Westfalen haben Adipositas. Die FDP-Landtagsfraktion NRW fordert deshalb eine bessere psychotherapeutische Versorgung und will die nordrhein-westfälische Olympia-Bewerbung als Chance für mehr Sportbegeisterung nutzen.

Susanne Schneider

Susanne Schneider

Susanne Schneider, gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion NRW, sagte dazu in der Rheinischen Post:

„Die steigenden Adipositas-Zahlen bei Kindern und Jugendlichen sind besorgniserregend und dürfen die Politik nicht kalt lassen. Es ist auffällig, dass ein deutlicher Anstieg nicht direkt nach der Corona-Pandemie erfolgt ist, sondern erst jetzt mit Verzögerung. Das legt nahe, dass die psychologischen Folgen der Pandemie und insbesondere auch der Maßnahmen für Kinder und Jugendliche bis heute nicht hinreichend aufgearbeitet und nicht die notwendigen Schlüsse daraus gezogen wurden. Die psychotherapeutische Versorgung muss besser werden, das gilt gerade auch im Bereich der Kinder- und Jugend-Psychotherapie. Die Kürzungen des Bundes sollten zurückgenommen werden. Für die Kinder- und Jugend-Psychotherapie benötigen wir eine eigenständige Bedarfsplanung.

Staatliche Erziehungsmaßnahmen wie die von der Bundesregierung geplante Zuckersteuer sind hingegen der falsche Weg. Diese Steuer ist ein Inflationstreiber. Wer glaubt, dass die Zuckersteuer wirklich dem Gesundheitsschutz und nicht dem Portemonnaie des Finanzministers dienen soll, glaubt auch noch an den Aufbau der kaiserlichen Flotte mit der Schaumweinsteuer.

Konkret in Nordrhein-Westfalen sollten wir auch die Olympia-Bewerbung als Chance nutzen, mehr Kinder und Jugendliche für den Sport zu begeistern. Gerade der Vereinssport macht Kinder nicht nur fit und gesund, dort entstehen auch Freundschaften fürs Leben. Hier kann Olympia eine echte Euphorie entfachen. Wir brauchen eine echte Offensive für gute Sportstätten in ganz Nordrhein-Westfalen.“

Medienbericht