Witzel (FDP) zu Volkshochschulen: Finanzbildung statt Yoga und Goldschmieden
Die NRW-Volkshochschulen stehen unter Spardruck. Die FDP-Landtagsfraktion NRW fordert finanzielle Planungssicherheit für öffentliche und private Bildungsträger – aber auch eine kritische Analyse, welche Angebote wirklich durch den Steuerzahler bezuschusst werden sollten.
FDP-Fraktionsvize Ralf Witzel
Ralf Witzel, stellvertretender Vorsitzender der FDP-Landtagsfraktion NRW, sagte der Rheinischen Post:
„Wir Freie Demokraten wollen größtmögliche Planungssicherheit für Bildungsangebote sowohl in öffentlicher als auch in privater Trägerschaft. Die Volkshochschulen spielen neben privaten Anbietern eine wichtige Rolle bei der Weiterbildung, für lebenslanges Lernen und die Integration in unsere Gesellschaft. Auf diesen Auftrag müssen sich die Volkshochschulen konzentrieren und entsprechende Schwerpunkte setzen.
Wir brauchen auch bei den Volkshochschulen eine Aufgabenkritik: Vielerorts fehlen wichtige Angebote etwa für mehr finanzielle Bildung bei jungen Menschen, die oft zu wenig über Vermögensaufbau, Aktienkultur oder die Risiken digitaler Bezahlmodelle wissen. Angebote wie Yoga, Steinbildhauerei, Goldschmieden oder alternativmedizinische Entspannung, die in erster Linie der privaten Freizeitgestaltung dienen, sind aber keine staatliche Aufgabe. Sie können genauso privat angeboten werden und sollten nicht auf Steuerzahlerkosten bezuschusst werden. Solche Angebote sollten entfallen oder jedenfalls die Beiträge dafür so gestaltet werden, dass sich das Angebot finanziell selbst trägt. Das würde einen stärkeren Fokus auf Angebote ermöglichen, die in der Breite einen Mehrwert für unsere Gesellschaft schaffen.“