Brockes (FDP): Heimisches Schiefergas für Resilienz und Bezahlbarkeit unserer Energieversorgung nutzen
Die FDP-Landtagsfraktion NRW bringt am heutigen Mittwoch den Antrag „Energieversorgung in Nordrhein-Westfalen krisenfest diversifizieren und Denkverbote überwinden“ (Drs. 18/18105) in den Landtag ein. Vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs und der nur zu etwa 20 Prozent gefüllten Gasspeicher rücken die Freien Demokraten die Nutzung heimischer Energieträger in den Fokus. So soll das Verbot der kommerziellen Schiefergas-Förderung aufgehoben und entsprechende Potentiale in Nordrhein-Westfalen erschlossen werden.
Dietmar Brockes
Dazu erklärt Dietmar Brockes, energiepolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion NRW:
„Die Folgen des Iran-Kriegs zeigen wieder einmal eindrücklich, wie verletzlich unsere Energieversorgung ist. Deutschland darf sich nicht von wenigen Importquellen abhängig machen – für Nordrhein-Westfalen als Industriestandort gilt das umso mehr. Energiepolitik muss Versorgungssicherheit, Klimaschutz, Bezahlbarkeit und Unabhängigkeit zugleich im Blick behalten. Deshalb müssen wir ideologische Denkverbote endlich überwinden und die verantwortungsvolle Nutzung heimischer Energie-Potenziale ermöglichen.
Deutschland verfügt über erhebliche Schiefergasvorkommen, die einen Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten könnten. Diese zu nutzen, wäre sicherer, günstiger und einfacher, als teures Schiefergas mit deutlich schlechterer Umwelt- und Klimabilanz über den Atlantik zu importieren. Wer Resilienz und Bezahlbarkeit unserer Energieversorgung will, darf die Förderung von heimischen Schiefergas nicht länger pauschal ausschließen. Das ist in dieser wirtschaftlichen und geopolitischen Lage schlicht eine Frage der Vernunft.“