FDP will KI-Korrektur zum Standard machen: Lehrkräfte entlasten, Feedback verbessern

Mit einem neuen Antrag im Landtag fordert die FDP-Landtagsfraktion NRW, Korrekturen von Klassenarbeiten und Klausuren an weiterführenden Schulen im Regelfall mithilfe Künstlicher Intelligenz durchführen zu lassen. So wollen die Freien Demokraten Lehrerinnen und Lehrern mehr Zeit für pädagogische Arbeit geben und Korrekturen besser vergleichbar machen. Die Letztentscheidung über die Bewertung soll dabei weiterhin die Lehrkraft treffen.

FDP-Fraktionsvize Franziska Müller-Rech

FDP-Fraktionsvize Franziska Müller-Rech

Franziska Müller-Rech, stellvertretende Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion NRW, sagte dazu dem Kölner Stadt-Anzeiger (Mittwochsausgabe):

„Viele Lehrkräfte berichten, dass sie sich an Klausuren und Klassenarbeiten regelrecht zu Tode korrigieren. Für gute Unterrichtsvorbereitung, individuelle Förderung und Gespräche bleibt kaum Zeit. Künstliche Intelligenz schafft hier eine echte, messbare Entlastung: Sie kann Antworten vorstrukturieren, Fehler markieren, Lernstände zusammenfassen. Dabei ersetzt die KI nicht die Lehrkraft. Es gilt ‚Human in the Loop‘. Pädagoginnen und Pädagogen treffen am Ende die Entscheidung und bleiben verantwortlich.

Gleichzeitig hilft KI, Bewertungen qualitativ zu verbessern: Viele Schülerinnen und Schüler kennen das nagende Gefühl einer ungerechten Beurteilung. Warum ist meine Gedichtinterpretation schlechter benotet als die meiner Mitschülerin? KI kann konsequent entlang klarer Kriterien bewerten – das schafft Transparenz und Vergleichbarkeit. Durch die Zeitersparnis kommt Feedback außerdem schneller zurück, Lernlücken werden früher sichtbar, Lernfortschritte nachvollziehbar.

Wir Freie Demokraten wollen die Zukunft umarmen und KI-Korrekturen an weiterführenden Schulen zum Standard machen. Schwarz-Grün sollte Fortschritt nicht weiter verwalten, sondern endlich gestalten. Davon profitieren Lehrkräfte, Eltern und vor allem Schülerinnen und Schüler.“

Initiative