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Franziska Müller-Rech

Der Islamische Religionsunterricht muss weg

Die Evaluation des Islamischen Religionsunterrichts in Nordrhein-Westfalen zeigt aus Sicht der FDP-Landtagsfraktion NRW, dass das Modell gescheitert ist. Die Freien Demokraten wollen stattdessen einen verpflichtenden Ethik oder Praktische-Philosophie-Unterricht für alle einführen.

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Gegenüber dem WDR sagte Franziska Müller-Rech, stellvertretende Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion NRW:

„Der Islamische Religionsunterricht war gut gemeint. Die Evaluation zeigt nun aber: Er wirkt nicht flächendeckend. Strukturell fehlt es an Lehrkräften, Qualitätsstandards und einheitlichen Lehrplänen. Themen wie Antisemitismusprävention oder Geschlechtergerechtigkeit sind beispielsweise hochrelevant, werden aber kaum abgebildet. Außerdem nehmen viele Familien das staatliche Angebot nicht wahr – warum, ist leider eine Blackbox, da nicht systematisch erforscht. Hochproblematisch ist außerdem, dass außerschulische religiöse Einflüsse stärker wirken als der Unterricht, allen voran soziale Medien. Wir sehen deshalb keine Fortsetzung mehr als eigenes Fach in NRW. Die bildungspolitische Konsequenz muss lauten: Der Islamische Religionsunterricht muss weg.

Stattdessen brauchen wir einen verpflichtenden Ethik- oder Praktische-Philosophie-Unterricht für alle – integrierend statt trennend. Ein Fach, das Religionen erklärend statt bekenntnisorientiert vermittelt, das Werte, Normen und Konflikte gemeinsam thematisiert und Medienkompetenz und Demokratie verbindlich integriert. Wir wollen junge Menschen befähigen, selbstständig, kritisch und frei zu urteilen. Dafür müssen wir bereit sein, Konsequenzen zu ziehen, wenn sich Konzepte nicht bewähren. Der Bericht zwingt daher zu einem klaren Kurswechsel.“

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