Zum Inhalt springen
Dr. Werner Pfeil

Drei Jahre nach der Hochwasserkatastrophe Fachliche Entscheidungen kompetent und zügig treffen

Drei Jahre nach der Hochwasserflut in NRW erklärt Dr. Werner Pfeil, Sprecher der FDP-Landtagsfraktion im Parlamentarischer Untersuchungsausschuss (PUA)Ausschuss zur Aufklärung eines klar abgegrenzten Sachverhalts. Der Landtag kann ihn einsetzen und muss dies auf Antrag eines Fünftels seiner gesetzlichen Mitglieder tun; der Ausschuss erhebt die erforderlichen Beweise.Zum Glossareintrag V „Hochwasserkatastrophe“ und Sprecher für Katastrophenschutz:

Details

Details

Drei Jahre nach dem verheerenden Hochwasser vom 14./15.7.2021 sind die in der letzten Legislaturperiode / WahlperiodeZeitraum, für den der Landtag gewählt ist. In Nordrhein-Westfalen dauert die Wahlperiode fünf Jahre und beginnt mit dem ersten Zusammentritt des neu gewählten Landtags.Zum Glossareintrag beschlossenen Maßnahmen durch das Umwelt- und das Innenministerium noch nicht annähernd umgesetzt. Während das Innenministerium den Bereich Katastrophenschutz und Katastrophenvorsorge und damit zusammenhängend eine bessere Ausstattung der Hilfsorganisationen und eine stärkere Resilienz der Bevölkerung sowie ein funktionierendes Frühwarnsystem im Auge hat, ist das Umweltministerium mit den geologischen Besonderheiten bestimmter Landstriche in NRW in Hinblick auf hydrologische und meteorologische Starkregenereignisse befasst, die als gefährdete Gebiete bei Sturzfluten und Überschwemmungen identifiziert wurden.

Der Lagebericht des Umweltministeriums vom 12.6.2024 (18/2653) zeigt jedoch auch die Schwachstellen auf: So ist der Schutz der Bevölkerung von der frühzeitigen Warnung vor Hochwasserereignissen hauptsächlich von einem guten Pegelmessnetz für die Hochwasserwarnung und kurze Meldewege abhängig. Es wurden in den letzten drei Jahren (bis heute) 21 Standorte für Pegelneubauten festgelegt. Das ist jedoch, wie wir wissen, viel zu wenig!

Es müssen einige hundert neue Pegelmessstandorte in ganz NRW gerade an den kleinen Flüssen und Bächen errichtet werden, denn gerade in den Gebieten, in denen zerklüftete Tallagen mit vielen kleinen Flüsse und Bächen vorhanden sind, besteht die große Gefahr von Sturzfluten bei Dauerregenereignissen. Der Bericht führt wie folgt aus: „Zur Messnetzverdichtung und -weiterentwicklung sollen neue Pegel gebaut, bestehende Pegel ggf. ertüchtigt und optimiert sowie eine Vernetzung der Pegelmessdaten Dritter und des LAN UV umgesetzt werden“. Weiter wird davon gesprochen, dass dies Entscheidung über die weiteren Pegel „in einem fachlichen Diskurs zwischen Bezirksregierungen und LANUV sowie weiteren Beteiligten noch zu diskutieren ist.“  

Hieran setzt unsere Kritik an. Drei Jahre nach dem Hochwasser sollte ein solcher Diskurs eigentlich zu einem Ergebnis gekommen sein, denn wir sehen anhand der Hochwasserereignisse in diesem Jahr, dass es im Jahr 2024 nur Glück war, dass NRW nicht wie im Jahr 2021 vom Sommerhochwasser bei Dauerregen betroffen war.  

Hier müssen also fachliche Entscheidungen kompetent und zügig getroffen werden. Und dabei darf das eine das andere nicht ausschließen! Bisher ist völlig unklar, wo die weiteren notwendigen Pegel (möglicherweise einige hundert in ganz NRW) gesetzt werden und mit welchen digitalen Auswertungsmethoden oder KI-gestützten-Systemen die Ergebnisse permanent ausgewertet werden. Denn nur dadurch wären frühzeitige Meldungen an die Katastrophenschutzbehörden und die Bevölkerung über die gewonnenen Pegelergebnisse zeitnah (in kürzester Echt-Zeit) sichergestellt.

Ohne diese Maßnahmen ist die Bevölkerung in den betroffenen Gebieten ohne  Schutz. Und das müssen wir verhindern!

Wir benötigen auch hier – wie in vielen anderen Bereichen – zu lange! Und weil es um den Schutz von Menschenleben geht, ist dies nicht hinnehmbar.

Daneben ist der jährliche Bericht des Innenministeriums über das „Update für den Katastrophenschutz“ zu begrüßen, denn dort hat der Innenminister in den letzten Jahren seit 2021 auch finanziell kräftig investiert. Dass der Katastrophenschutz dabei immer auf dem neusten Stand ausgerichtet sein soll z.B. durch den Einsatz von Drohnen und KI ist dabei eine Selbstverständlichkeit und wird durch den jährliche Bericht, der noch auf Betreiben der schwarz-gelben Koalition gefordert und eingeführt wurde, nachdrücklich unterstützt.

Ansprechpartner

Ansprechpartner


NRW-Update Abonnieren Sie unseren Newsletter

Bleiben Sie auf dem Laufenden: zu den Themen, Ideen und Menschen, die Nordrhein-Westfalen voranbringen. Wir informieren Sie regelmäßig über unsere Arbeit im Landtag für das Comeback Nordrhein-Westfalens.

Jetzt anmelden zum Newsletter
  • Aktuell informiert
  • Direkt aus dem Landtag

Mehr zum Schwerpunkt: Smarte Integration

Dieser Inhalt ist Teil unseres Schwerpunkts „Smarte Integration“. Der Schwerpunkt bündelt alle politischen Themen, die Zuwanderung nach klaren Regeln, nachweisliche Integrationsleistung und ein konsequentes Vorgehen gegen Regelverstöße ermöglichen.

„Smarte Integration“ ist einer von fünf Schwerpunkten, mit denen die FDP-Fraktion NRW das Comeback des Landes gestalten will.

Schwerpunkt

Smarte Integration

Zuwanderung und Integration bedeuten: Chancen eröffnen, Sprache fördern, Arbeit ermöglichen – und unsere Werte konsequent verteidigen, auch gegen Antisemitismus.

In die Zwischenablage kopiert.