NRW-Chatbots für Lehrer kaum genutzt KI soll mehr Zeit für persönlichen Kontakt mit Schülern schaffen
Laut einer aktuellen Umfrage nutzen nicht einmal fünf Prozent der Lehrkräfte in Nordrhein-Westfalen die KI-Chatbots des Schulministeriums im Rahmen von „AIS.Chat“. Stattdessen greifen sie auf bekannte Produkte wie ChatGPT zurück.
Franziska Müller-Rech, stellvertretende Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion NRW, sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe:
„Lehrkräfte nutzen längst KI – aber nicht die vier KI-Assistenten des Landes. Die erreichen laut Umfrage nicht einmal fünf Prozent der Befragten. Kein Wunder: AIS.Chat ist am Ende nur ein weiterer Chatbot wie ChatGPT, und den nutzen die Befragten ohnehin schon.
Die echten Hebel liegen woanders: KI kann Lehrkräfte spürbar entlasten, wenn sie ihnen lästige Routine- und Verwaltungsarbeit abnimmt, von Elternbriefen bis zur Dokumentation. Allen voran bei der Korrektur: Eine KI, die Klassenarbeiten vorkorrigiert und Rückmeldungen vorbereitet, spart Stunden. Die Bewertung bleibt selbstverständlich bei der Lehrkraft. Hier macht Schwarz-Grün – Begriffserklärung anzeigen viel zu wenig.
Wir wollen statt immer neuer Chatbots wirklich funktionierende Entlastungswerkzeuge mit unkompliziertem Zugang, klaren Vorgaben zum Datenschutz und Fortbildungen, für die Lehrkräfte auch Zeit bekommen. KI soll mehr Zeit für den persönlichen Kontakt mit den Schülern schaffen, keinen zusätzlichen Druck. Die Landesregierung lässt hier eine große Chance liegen – auch, um den Lehrerberuf wieder attraktiver zu machen.“
Medienbericht
Ansprechpartnerinnen
-
Franziska Müller-Rech
Stellvertretende Fraktionsvorsitzende Sprecherin für Schule und Bildung Sprecherin in der Enquetekommission IV „Künstliche Intelligenz“ -
Saskia Fröhlich
Leiterin Presse- und Medienarbeit Pressesprecherin