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Dr. Werner Pfeil

Geheimhaltungsstrategie von Ministerin Paul bricht endgültig zusammen

Der Parlamentarische Untersuchungsausschuss zum Terroranschlag vom 23.08.2024 (Parlamentarischer Untersuchungsausschuss (PUA)Ausschuss zur Aufklärung eines klar abgegrenzten Sachverhalts. Der Landtag kann ihn einsetzen und muss dies auf Antrag eines Fünftels seiner gesetzlichen Mitglieder tun; der Ausschuss erhebt die erforderlichen Beweise.Zum Glossareintrag V) hat am heutigen Freitag mit dem Zeugen Dr. K. und der Zeugin H. zwei weitere Bedienstete des NRW-Fluchtministeriums vernommen. Beide bestätigten, dass Ministerin Josefine Paul entgegen ihrer Darstellung bereits am Samstag nach dem Anschlag über die Betroffenheit des Ministeriums informiert war. Bekannt wurde dabei auch, dass es bereits am Samstagabend SMS-Kommunikation mit Ministerin Paul gab, die zwar veraktet, jedoch vom Ministerium nicht dem Untersuchungsausschuss zur Verfügung gestellt wurde.

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Dazu erklärt Dr. Werner Pfeil, Sprecher im PUA V der FDP-Landtagsfraktion NRW:

„Die Zeugenaussagen in dieser Woche haben deutlich gezeigt, dass Ministerin Paul spätestens am Samstagabend nach dem Anschlag über alle notwendigen Informationen verfügte. Ganz offensichtlich gab es dennoch weder bei der Ministerin noch in ihrem Umfeld ein Problembewusstsein. Statt sich sofort politisch einzuschalten und in den Austausch mit anderen Kabinettsmitgliedern zu treten, tauchte Ministerin Paul in Frankreich ab. Das ist ein krasses Fehlverhalten und zeugt von grober Verantwortungslosigkeit.

Statt bei der Aufklärung mitzuwirken, versucht Ministerin Paul weiter, ihr Fehlverhalten zu vertuschen. Diese Geheimhaltungsstrategie ist heute endgültig in sich zusammengebrochen. Dem Untersuchungsausschuss wird weiterhin durch das Haus von Ministerin Paul rechtswidrig SMS-Kommunikation vorenthalten. Es ist ein Skandal, dass wir die Herausgabe dieser Kommunikation per Klage erzwingen müssen.

Hinzu kommt, dass die Aussagegenehmigungen des Ministeriums für die Zeugen sehr eng gefasst sind und dadurch Fragen, die die Glaubwürdigkeit von Zeugen betreffen, aber außerhalb des Untersuchungszeitraums liegen, vollständig unzulässig sein sollen. Auch das bemerkenswerte Verhalten des mit zahlreichen Zeugen aus dem Fluchtministerium auftretenden Zeugenbeistands im AusschussFachgremium, das der Landtag für die Dauer der Wahlperiode zur Vorbereitung seiner Beschlüsse einsetzt. Ausschüsse beraten überwiesene Gegenstände und geben dem Landtag in der Regel Beschlussempfehlungen.Zum Glossareintrag dient der Verschleierung der wahren Vorgänge. Zudem haben wir in der vorhergehenden Sitzung erfahren, dass Zeugen nur über ebendiesen Zeugenbeistand Unterlagen des Ministeriums bekommen haben, um vermeintlich ihr Gedächtnis aufzufrischen. Inwieweit hier eine Form der Vorselektierung stattfand, ist für den Ausschuss vollkommen unklar, weil dies bewusst vom Ministerium unter Verschluss gehalten wird.

Es wird immer deutlicher, dass Ministerin Paul monatelang gegenüber Parlament und Öffentlichkeit die Unwahrheit gesagt hat. Mittlerweile hat sie jede Glaubwürdigkeit verspielt und ihr Rücktritt ist unausweichlich.“

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