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Dietmar Brockes

Täuschung vor der Bundestagswahl? Grüne Ministerin verschweigt baldige Castor-Transporte in NRW

Die geplanten Castor-TransportTransport von Kernbrennstoffen in besonders zugelassenen CASTOR-Behältern. Im aktuellen NRW-Kontext sollen 152 Behälter auf der Straße von Jülich in das Zwischenlager Ahaus gebracht werden; die Beförderungsgenehmigung ist bis Ende August 2027 befristet.Zum Glossareintrag von 152 Behältern mit hochradioaktivem Müll von Jülich nach Ahaus stehen offenbar kurz bevor. Doch anstatt über den tatsächlichen Zeitplan zu informieren, macht die Landesregierung diesen zur Geheimsache. In der Sitzung des Wirtschaftsausschusses am 12. Februar standen die Transporte zwar auf der Tagesordnung – von Ministerin Mona Neubaur gab es jedoch keine Auskünfte über das Entscheidungsverfahren für die Transportgenehmigung.

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Bereits seit Ende Januar liegt ein Entwurf der Transportgenehmigung vor. Die Landesregierung hat offenbar nur noch wenige Tage Zeit, hierzu Stellung zu nehmen. Das wurde dem AusschussFachgremium, das der Landtag für die Dauer der Wahlperiode zur Vorbereitung seiner Beschlüsse einsetzt. Ausschüsse beraten überwiesene Gegenstände und geben dem Landtag in der Regel Beschlussempfehlungen.Zum Glossareintrag verschwiegen. Werden weder Bedenken noch Änderungswünsche geäußert, erfolgt die Genehmigung durch die zuständige Bundesbehörde BASE in nur vier Wochen. Es geht um ein sicherheitspolitisch hochsensibles Thema, das NRW landesweit betrifft. „Es kann nicht sein, dass die Ministerin die Bevölkerung und das Parlament im Unklaren lässt. Gerade bei Atomtransporten ist Transparenz zwingend erforderlich!“, kritisiert Dietmar Brockes, energie- und wirtschaftspolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion NRW.

Die Taktik ist nicht neu: Schon beim vorzeitigen Kohleausstieg 2022 wurden entscheidende Informationen aus parteipolitischen Gründen zurückgehalten. Jetzt soll offenbar die Bundestagswahl schlechte Schlagzeilen durch Castor-Transporte verhindern. „Neubaur scheint mehr mit grüner Parteistrategie als mit verantwortungsvoller Regierungsarbeit beschäftigt zu sein. Wer aus Angst vor negativer PR schweigt, missachtet seine Pflicht zur Transparenz“, so Brockes.

„Wir brauchen sofortige Aufklärung! Die Ministerin muss der Geheimniskrämerei ein Ende setzen und endlich für Transparenz sorgen“, fordert Brockes. Die FDP-Landtagsfraktion NRW unterstützt daher den AntragFörmlicher Vorschlag, zu dem der Landtag einen Beschluss fassen soll. Jedes Mitglied des Landtags, jede Fraktion und jede Gruppe darf Anträge stellen; sie sind schriftlich einzubringen.Zum Glossareintrag der SPD auf eine sofortige Sondersitzung des Wirtschaftsausschusses in der kommenden Woche.

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