Zum Inhalt springen
Dr. Werner Pfeil

Ministerpräsident Wüst hat sein Transparenzversprechen gebrochen

Der Parlamentarische Untersuchungsausschuss V („Terroranschlag vom 23.08.2024“) hat am heutigen Dienstag Ministerpräsident Hendrik Wüst vernommen.

Details

Details

Dazu erklärt Dr. Werner Pfeil, Sprecher der FDP-Landtagsfraktion NRW im Parlamentarischer Untersuchungsausschuss (PUA)Ausschuss zur Aufklärung eines klar abgegrenzten Sachverhalts. Der Landtag kann ihn einsetzen und muss dies auf Antrag eines Fünftels seiner gesetzlichen Mitglieder tun; der Ausschuss erhebt die erforderlichen Beweise.Zum Glossareintrag V:

„Was wusste Wüst? Diese entscheidende Frage ist heute offengeblieben. Wir haben heute vom Ministerpräsidenten viele Worte mit wenig Substanz gehört. Er hat auch heute nicht erklären können, wann er was von den zahlreichen Vertuschungsmanövern in seiner Landesregierung wusste, die letztendlich sogar zum Rücktritt einer Ministerin führten, und wie er darin eingebunden war. Zu der von Flucht-Staatssekretär Bahr eingestandenen ‚Rückpriorisierung‘ von Aktenlieferungen innerhalb der Landesregierung hat der Ministerpräsident ebenso wie zur Einflussnahme der Staatskanzlei auf die Beantwortung Kleiner Anfragen jede substantielle Antwort und jede Transparenz verweigert.

Wenn der Ministerpräsident uns erklärt, er sei in zahlreiche Vorgänge in seiner Regierung bis hin zur Entstehung des sogenannten Sicherheitspakets ‚nicht eingebunden‘, muss man sich zudem fragen: Wer regiert in Nordrhein-Westfalen eigentlich? In der Regierung Wüst scheint das erste Gebot die Verantwortungsflucht zu sein. Doch vor seiner persönlichen Gesamtverantwortung für das schwarz-grüne Regierungschaos kann sich der Chef dieser Regierung nicht mit dem Verweis auf vermeintliches Nichtwissen wegducken. Statt in jeder zweiten Antwort seine Wertschätzung für den Untersuchungsausschuss zu betonen, sollte der Ministerpräsident diese Wertschätzung durch Taten zeigen, indem seine Landesregierung dem AusschussFachgremium, das der Landtag für die Dauer der Wahlperiode zur Vorbereitung seiner Beschlüsse einsetzt. Ausschüsse beraten überwiesene Gegenstände und geben dem Landtag in der Regel Beschlussempfehlungen.Zum Glossareintrag endlich alle relevanten Akten zur Verfügung stellt.

Das Manöver der Regierungsfraktionen, den Ministerpräsidenten vermeintlich spontan als Zeugen zu laden, ist vollkommen nach hinten losgegangen: Es hat dazu geführt, dass der Ministerpräsident faktisch eingestehen musste, dass seine Regierung die Arbeit des Untersuchungsausschusses durch ihre verzögerten Aktenlieferungen blockiert.

Der Ministerpräsident hatte heute die Chance, sein Versprechen maximaler Transparenz einzulösen. Spätestens nach seiner heutigen Zeugenaussage ist amtlich: Ministerpräsident Wüst hat sein Transparenzversprechen gebrochen.“

Ansprechpartner

Ansprechpartner


NRW-Update Abonnieren Sie unseren Newsletter

Bleiben Sie auf dem Laufenden: zu den Themen, Ideen und Menschen, die Nordrhein-Westfalen voranbringen. Wir informieren Sie regelmäßig über unsere Arbeit im Landtag für das Comeback Nordrhein-Westfalens.

Jetzt anmelden zum Newsletter
  • Aktuell informiert
  • Direkt aus dem Landtag

Mehr zum Schwerpunkt: Minus fetter Staat

Dieser Inhalt ist Teil unseres Schwerpunkts „Minus fetter Staat“. Der Schwerpunkt bündelt alle politischen Themen, die Bürokratie abbauen, Steuern senken, Verwaltung modernisieren und Kommunen finanziell handlungsfähig machen.

„Minus fetter Staat“ ist einer von fünf Schwerpunkten, mit denen die FDP-Fraktion NRW das Comeback des Landes gestalten will.

Schwerpunkt

Minus fetter Staat

Ein Staat muss stark sein, wo er gebraucht wird – und schlank bleiben, wo er Freiheit, Fortschritt und Möglichkeiten von Menschen, Unternehmen und Kommunen blockiert.

In die Zwischenablage kopiert.