Zum Inhalt springen
Dr. Werner Pfeil

Schwarz-grünes Verfassungsschutzgesetz ist Frontalangriff auf die Freiheitsrechte

Der Innenausschuss des Landtags hat am heutigen Donnerstag die Sachverständigenanhörung zum Entwurf der Landesregierung für ein neues Verfassungsschutzgesetz NRWLandesgesetz über Aufgaben und Befugnisse des nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzes. Gegen zentrale Teile der im November 2025 beschlossenen Novelle haben nordrhein-westfälische FDP-Abgeordnete am 20. Mai 2026 Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht erhoben; sie sehen Grundrechte und Bürgerrechte verletzt.Zum Glossareintrag ausgewertet. Die FDP-Landtagsfraktion NRW lehnt den Entwurf nach der deutlichen Expertenkritik entschieden ab und pocht auf ein Verfassungsschutzgesetz, das Freiheit und Sicherheit hinreichend in Einklang bringt.

Details

Details

Dr. Werner Pfeil, rechtspolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion NRW, erklärt:
„Dass das Verfassungsschutzgesetz ein Update braucht, ist unstrittig: Verfassungsgerichtliche Vorgaben müssen umgesetzt und der Schutz unserer Demokratie an aktuelle Bedrohungen angepasst werden. Nordrhein-Westfalen braucht eine bürgerrechtskonforme, neue Sicherheitsarchitektur. Mehr Befugnisse bedeuten aber nicht automatisch mehr Sicherheit. Dieses schwarz-grüne Verfassungsschutzgesetz schießt weit über das Ziel hinaus und weist handwerkliche Schwächen auf. Schon in der Sachverständigenanhörung haben Experten teils fassungslos reagiert. Wir Freie Demokraten sind nicht bereit, die Grundrechte der Menschen in Nordrhein-Westfalen für einen vermeintlich sichereren Überwachungsstaat zu opfern.

Das schwarz-grüne Gesetz ist ein Frontalangriff auf die Freiheitsrechte. Es liest sich wie ein nachrichtendienstlicher Wunschzettel: Zugriff auf private und öffentliche Kameras im Gefahrenvorfeld, automatisierte Datenanalyse mit Massendatenerhebung und Profilbildung, Wohnraumüberwachung, Quellen-TKÜ – und das ohne Schutz von legitimer Staatskritik und Opposition, des Kernbereichs privater Lebensgestaltung oder von Berufsgeheimnisträgern. Auch das Kontrollkonstrukt ist mangelhaft. Damit gefährdet dieses Gesetz genau das, was es eigentlich schützen soll: unsere freiheitliche und offene Gesellschaft. Die Landesregierung muss das Gesetz zurück in die Montagehalle schicken und einen neuen Entwurf vorlegen, der Freiheitsrechte und Sicherheit vereint.“

Ansprechpartner

Ansprechpartner


NRW-Update Abonnieren Sie unseren Newsletter

Bleiben Sie auf dem Laufenden: zu den Themen, Ideen und Menschen, die Nordrhein-Westfalen voranbringen. Wir informieren Sie regelmäßig über unsere Arbeit im Landtag für das Comeback Nordrhein-Westfalens.

Jetzt anmelden zum Newsletter
  • Aktuell informiert
  • Direkt aus dem Landtag

Mehr zum Schwerpunkt: Smarte Integration

Dieser Inhalt ist Teil unseres Schwerpunkts „Smarte Integration“. Der Schwerpunkt bündelt alle politischen Themen, die Zuwanderung nach klaren Regeln, nachweisliche Integrationsleistung und ein konsequentes Vorgehen gegen Regelverstöße ermöglichen.

„Smarte Integration“ ist einer von fünf Schwerpunkten, mit denen die FDP-Fraktion NRW das Comeback des Landes gestalten will.

Schwerpunkt

Smarte Integration

Zuwanderung und Integration bedeuten: Chancen eröffnen, Sprache fördern, Arbeit ermöglichen – und unsere Werte konsequent verteidigen, auch gegen Antisemitismus.

In die Zwischenablage kopiert.