Zum Inhalt springen
Quentin Gärtner, Franziska Müller-Rech und Lewis Erckenbrecht beim Schlaglichter-Talk der FDP-Landtagsfraktion NRW

Schlaglichter Von der Kreide zur KI – Lernen, Leistung und Prüfen neu denken

Wie Künstliche Intelligenz Lernen, Leistung und Bildungsgerechtigkeit verändert – und warum ein fetter Staat dem digitalen Fortschritt im Bildungsbereich im Weg steht.

Details

Details

Im Rahmen der digitalen Veranstaltungs-Reihe „Schlaglichter“ der FDP-Landtagsfraktion NRW diskutierten Lewis Erckenbrecht, Referent für Bildung beim Digitalverband bitkom e.V. und Quentin Gärtner, ehemaliger Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz, mit der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden und Bildungsexpertin der Freien Demokraten, Franziska Müller-Rech, über die Frage, wie Bildung im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz (KI) neu gedacht werden muss. Im Zentrum der Debatte stand die klare Botschaft: Schule darf nicht bremsen, sondern muss die Zukunft umarmen – im Interesse kluger Kinder und echter Chancengerechtigkeit.

Von Schülerinnen und Schülern wird Künstliche Intelligenz heute bereits selbstverständlich genutzt. Quentin Gärtner sprach von einem „brutalen Wildwuchs“ und machte klar: „Die Schule muss an der Spitze der Entwicklung stehen, statt einfach nur zuzusehen.“ KI werde längst für Erklärungen, Recherchen und Texte eingesetzt – häufig ohne klare Regeln. Entscheidend sei deshalb, junge Menschen zu befähigen, die Ergebnisse von KI kritisch zu hinterfragen. Auch Franziska Müller-Rech ordnete die Entwicklungen ein: „Das ist eine digitale Zäsur in der Menschheitsgeschichte.“

Ein zentrales Hemmnis bleibt die noch immer mangelhafte digitale Ausstattung vieler Schulen. Fehlendes WLAN, veraltete Hardware und komplizierte Zuständigkeiten verhindern, dass das Potenzial von KI ausgeschöpft werden kann. Lewis Erckenbrecht betonte die Chancen personalisierten Lernens: KI könne für jedes Kind in einer Klasse einen individuellen Lernplan erstellen. Gerade für Schülerinnen und Schüler ohne starke Unterstützung aus dem Elternhaus könne das ein echter Durchbruch sein. Voraussetzung dafür: Eine Politik, die nicht weiter auf einen fetten Staat setzt, der Innovation durch Bürokratie ausbremst, sondern Schulen mehr Eigenverantwortung gibt.

Aus Sicht der FDP-Landtagsfraktion NRW braucht es deshalb pragmatische, wirtschaftsnahe Lösungen. Der Vorschlag eines schulischen KI-Budgets, über das Schulen selbstständig für Lizenzen und Fortbildungen verfügen können, stieß in der Diskussion auf Zustimmung. „Jede Schule braucht ein eigenes Budget, über das sie frei verfügen kann“, forderte Erckenbrecht. Gleichzeitig warnte er vor staatlichen Insellösungen: „Was sich nicht wiederholen darf, ist, dass die Bildungswirtschaft investiert – und dann mit einer staatlichen Parallelentwicklung dieser Markt ausgeschaltet wird.“ Die Förderung von KI-Kompetenzen dürfe zudem nicht auf eine Schulform beschränkt bleiben, unterstrich Gärtner: „Wir tun gut daran, hier nicht nur Gymnasiasten zu meinen, sondern alle.“

In ihrem Schlusswort machte FDP-Fraktionsvize Franziska Müller-Rech deutlich, worum es jetzt geht: „KI verändert massiv unseren Umgang mit Wissen, mit Lernen, mit dem Überprüfen von Leistungen.“ Schule müsse junge Menschen auf das Leben und Lernen mit KI vorbereiten – entscheidend sind Urteilsfähigkeit, Kreativität und Verantwortung. Für die FDP-Landtagsfraktion NRW ist klar: Wer kluge Kinder will, muss ihnen zutrauen und sie befähigen, mit KI umzugehen – und den Mut haben, alte Strukturen hinter sich zu lassen.

YouTube-Video

Schlaglichter-Talk im Re-Live

Ansprechpartner


NRW-Update Abonnieren Sie unseren Newsletter

Bleiben Sie auf dem Laufenden: zu den Themen, Ideen und Menschen, die Nordrhein-Westfalen voranbringen. Wir informieren Sie regelmäßig über unsere Arbeit im Landtag und Neuigkeiten des FDP-Landesverbandes NRW.

Jetzt anmelden zum Newsletter
  • Aktuell informiert
  • Direkt aus dem Landtag

Gute Bildung braucht Menschen, die sie möglich machen

Dieser Inhalt ist Teil unseres Schwerpunkts „Kluge Kinder“. Der Schwerpunkt bündelt alle politischen Themen, die bessere Bildung, faire Aufstiegschancen und starke Bildungswege ermöglichen.

„Kluge Kinder“ ist einer von fünf Schwerpunkten, mit denen die FDP-Fraktion NRW das Comeback des Landes gestalten will.

Schwerpunkt

Kluge Kinder

NRW braucht Schulen, die Kinder stark machen: mit fairen Chancen, moderner Ausstattung und Bildung, die Aufstieg ermöglicht.

In die Zwischenablage kopiert.