Zum Inhalt springen
Susanne Schneider

Bund und Land müssen endlich Verantwortung für Eingliederungshilfe übernehmen

Rund 30 Einrichtungen für Menschen mit Behinderung in Nordrhein-Westfalen stehen vor der Insolvenz, weil der Landschaftsverband Rheinland (LVR) die tariflich vereinbarten Personalkosten nicht vollständig refinanziert. Während etwa der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) längst konstruktive Lösungen gefunden hat, steht im LVR-Gebiet die Versorgungssicherheit für Menschen mit Behinderung auf dem Spiel. Damit hat sich am heutigen Mittwoch auf AntragFörmlicher Vorschlag, zu dem der Landtag einen Beschluss fassen soll. Jedes Mitglied des Landtags, jede Fraktion und jede Gruppe darf Anträge stellen; sie sind schriftlich einzubringen.Zum Glossareintrag der FDP-Landtagsfraktion NRW auch der AusschussFachgremium, das der Landtag für die Dauer der Wahlperiode zur Vorbereitung seiner Beschlüsse einsetzt. Ausschüsse beraten überwiesene Gegenstände und geben dem Landtag in der Regel Beschlussempfehlungen.Zum Glossareintrag für Arbeit, Gesundheit und Soziales in einer Aktuellen Viertelstunde befasst.

Details

Details

Susanne Schneider, Sprecherin für Arbeit, Gesundheit und Soziales der FDP-Landtagsfraktion NRW, erklärt:

„Wenn Einrichtungen für Menschen mit Behinderung vor der Pleite stehen, darf Minister Laumann nicht einfach zusehen. Das aufsichtführende NRW-Gesundheitsministerium muss entschlossen darauf hinwirken, dass der LVR seine gesetzlichen Verpflichtungen erfüllt und die tariflich vereinbarten Personalkosten in voller Höhe übernimmt. Sehenden Auges in Kauf genommene Insolvenzen in der Eingliederungshilfe würden die Versorgung und Teilhabe von Menschen mit Behinderung erheblich gefährden.

Zugleich zeigt die aktuelle Krise, dass die Finanzierung der Eingliederungshilfe insgesamt auf wackligen Beinen steht. Der Bundesanteil muss endlich dynamisiert werden. Auch Nordrhein-Westfalen darf sich nicht länger wegducken: Sobald das laufende Konnexitätsverfahren vor dem Verfassungsgerichtshof abgeschlossen ist, sollte sich auch das Land an den Kosten beteiligen. Insgesamt brauchen wir grundlegende Reformen, um die Ausgabendynamik in der Eingliederungshilfe zu begrenzen, ohne die Qualität der Leistungen zu gefährden. Nur so sichern wir dauerhaft eine verlässliche Unterstützung für Menschen mit Behinderung.“

Ansprechpartner

Ansprechpartner


NRW-Update Abonnieren Sie unseren Newsletter

Bleiben Sie auf dem Laufenden: zu den Themen, Ideen und Menschen, die Nordrhein-Westfalen voranbringen. Wir informieren Sie regelmäßig über unsere Arbeit im Landtag für das Comeback Nordrhein-Westfalens.

Jetzt anmelden zum Newsletter
  • Aktuell informiert
  • Direkt aus dem Landtag

Mehr zum Schwerpunkt: Minus fetter Staat

Dieser Inhalt ist Teil unseres Schwerpunkts „Minus fetter Staat“. Der Schwerpunkt bündelt alle politischen Themen, die Bürokratie abbauen, Steuern senken, Verwaltung modernisieren und Kommunen finanziell handlungsfähig machen.

„Minus fetter Staat“ ist einer von fünf Schwerpunkten, mit denen die FDP-Fraktion NRW das Comeback des Landes gestalten will.

Schwerpunkt

Minus fetter Staat

Ein Staat muss stark sein, wo er gebraucht wird – und schlank bleiben, wo er Freiheit, Fortschritt und Möglichkeiten von Menschen, Unternehmen und Kommunen blockiert.

In die Zwischenablage kopiert.