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Ralf Witzel

Förder-Irrsinn auf Kosten der Steuerzahler beenden

Der Bund der Steuerzahler hat heute im Landtag sein Schwarzbuch 2026/27 vorgestellt. Darin werden Fälle öffentlicher Verschwendung aus Nordrhein-Westfalen dokumentiert. Ein Schwerpunkt sind die von der FDP-Landtagsfraktion NRW seit langem kritisierten Fehlanreize und Folgekosten staatlicher Förderprogramme.

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„Müllwagen, die wegen irrsinniger Förder-Vorgaben jahrelang 70 Kilometer weit zum Tanken juckeln, obwohl in der eigenen Stadt eine Tankstelle steht – das ist Förder-Wahn in Reinform. Noch absurder ist, dass die teuer angeschafften Müllautos nun durch batteriebetriebene E-Fahrzeuge ersetzt werden sollen. Beispiele wie diese aus dem Schwarzbuch zeigen: Projekte werden zu oft nach dem verfügbaren Fördertopf geplant anstatt nach tatsächlichem Nutzen.

Hohe Zuschüsse sorgen regelmäßig für unnötige oder künstlich aufgeblähte Projekte. Und die Kosten für den Unterhalt bleiben, wenn der Förderbescheid längst abgeheftet ist. Die Zeche zahlen die Bürgerinnen und Bürger, denn Fördergeld ist Steuergeld. Für die Landesförderung müssen deshalb der tatsächliche Bedarf und eine ehrliche Rechnung über die gesamte Nutzungsdauer entscheidend sein. Wenn Kosten aus dem Ruder laufen oder der Nutzen wegfällt, muss ein Projekt gestoppt werden. Bereits ausgegebenes Geld ist kein Grund, weiteres hinterherzuwerfen. Dass Umkehren möglich ist, zeigt der Bund der Steuerzahler etwa mit Beispielen aus Monheim und Dortmund.

Besonders ärgerlich ist die öffentliche Verschwendung im Rheinisches RevierVom Braunkohleabbau geprägte Region im Westen Nordrhein-Westfalens, die sich in einem langfristigen Strukturwandel befindet. Die FDP-Landtagsfraktion will Mittel des Strukturwandels unter anderem dafür einsetzen, im Revier einen ersten Fusions-Forschungsreaktor zu errichten.Zum Glossareintrag. Mit Fördermitteln entstehen hier begrünte Wartehäuschen und Friedhöfe als Erholungsflächen – gebraucht werden aber neue Industriearbeitsplätze und wirtschaftliche Substanz. Wenn die Landesregierung schon Milliarden verteilt, müssen sich diese konsequent auf dauerhafte Unternehmensansiedlungen, Gewerbeflächen und leistungsfähige Infrastruktur konzentrieren.

Für das Comeback Nordrhein-Westfalens muss der fette Staat dringend abspecken. Wir fordern deshalb, dass Schwarz-GrünBezeichnung für die seit 2022 von CDU und Bündnis 90/Die Grünen getragene Landesregierung in Nordrhein-Westfalen.Zum Glossareintrag Anzahl und Volumen der Landesförderprogramme halbiert. Kleinteilige Programme sollten durch pauschale Zuweisungen ersetzt werden. Weniger Förderbürokratie reduziert nicht nur die öffentliche Verschwendung, sondern schafft auch Spielraum für die wirklichen Kernaufgaben des Staates.“

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Das Thema „Förderdschungel“ ist Teil unseres Schwerpunkts „Minus fetter Staat“. Der Schwerpunkt bündelt alle politischen Themen, die Bürokratie abbauen, Steuern senken, Verwaltung modernisieren und Kommunen finanziell handlungsfähig machen.

„Minus fetter Staat“ ist einer von fünf Schwerpunkten, mit denen die FDP-Fraktion NRW das Comeback des Landes gestalten will.

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Minus fetter Staat

Ein Staat muss stark sein, wo er gebraucht wird – und schlank bleiben, wo er Freiheit, Fortschritt und Möglichkeiten von Menschen, Unternehmen und Kommunen blockiert.

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