Aquaponik in NRW Jetzt Potenziale heben, statt sie im Paragrafendschungel untergehen zu lassen
Anlässlich der heutigen Sachverständigenanhörung im Landtag NRW zum Antrag – Begriffserklärung anzeigen der FDP-Landtagsfraktion „Großes, bisher kaum genutztes Potenzial – Den Weg für Aquaponik in Nordrhein-Westfalen ebnen“ fordert Dietmar Brockes, umweltpolitischer Sprecher der Fraktion, Rückenwind für eine innovative Form der nachhaltigen Lebensmittelproduktion: „Während andere noch Bedenken züchten, wollen wir Zukunft wachsen lassen. Aquaponik ist smart, nachhaltig und bietet enormes Potenzial – gerade für urbane Räume und Regionen mit begrenzten Ressourcen.“
Details
Die heutige Anhörung – Begriffserklärung anzeigen zeigt klar: Neben vereinzelter Skepsis aus dem ökologischen Lager, etwa wegen der fehlenden Bodenkomponente, überwiegen aus wissenschaftlicher und wirtschaftlicher Sicht die Argumente für eine politische Flankierung dieser zukunftsweisenden Technologie. „Was wir brauchen, ist kein Generalverdacht gegen neue Verfahren, sondern ein kluger Ordnungsrahmen, der Innovation ermöglicht. Gerade Start-ups im Bereich der Aquaponik scheitern derzeit an langwierigen Genehmigungsverfahren und widersprüchlichen Zuständigkeiten. Das muss sich ändern“, fordert Brockes.
Die FDP-Fraktion will mit ihrem Antrag Überbürokratie abbauen, Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigen und gezielte Förderung ermöglichen – insbesondere für junge Unternehmen mit nachhaltigen Geschäftsmodellen. Dass dies nötig ist, bestätigen auch die Sachverständigen: „Wer heute eine Aquaponik-Anlage errichten will, muss oft mehr Papier bewegen als Wasser. Das lähmt Fortschritt – und verschwendet Chancen für mehr regionale, ressourcenschonende Lebensmittelproduktion. Wir müssen jetzt Potenziale heben, statt sie im Paragrafendschungel untergehen zu lassen“, fasst der Liberale zusammen.
Auch international ist Aquaponik auf dem Vormarsch. Länder wie Kanada, die Niederlande oder die Schweiz machen es vor. Nordrhein-Westfalen sollte hier nicht zurückfallen, so Brockes: „Wenn NRW beim Thema Aquaponik nicht abgehängt werden will, müssen wir jetzt die Rahmenbedingungen verbessern – für weniger Bürokratie, mehr Effizienz und einen nachhaltigen Innovationsstandort.“
Die Freien Demokraten sehen Aquaponik nicht als Konkurrenz zur klassischen Landwirtschaft, sondern als sinnvolle Ergänzung, um auf Klimawandel, Flächenknappheit, globale Wasserknappheit und den steigenden Bedarf an frischen, lokal produzierten Lebensmitteln zu reagieren.
Ansprechpartner
-
Dietmar Brockes
Sprecher für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie sowie Bergbausicherheit Sprecher für Umwelt, Natur- und Verbraucherschutz, Landwirtschaft, Forsten und ländliche Räume -
Saskia Fröhlich
Leiterin Presse- und Medienarbeit Pressesprecherin -
Nils Natho
Referent für Presse und Medien Pressesprecher