Zum Inhalt springen
Dr. Werner Pfeil

„Oppositionsarbeit lohnt sich!“ Notwendige Kurskorrekturen von Limbach nur nach starkem Gegenwind

Limbach hat seine umstrittenen Pläne für den Umbau der Cum-Ex-Staatsanwaltschaft gekippt. Auch andere Ungereimtheiten haben die Opposition auf den Plan gerufen. „Oppositionsarbeit lohnt sich!“, sagt Werner Pfeil, rechtspolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion NRW, und erläutert das Ergebnis der zweiten Sondersitzung des Rechtsausschusses im Landtag:

Details

Details

„Ohne die beiden Sondersitzungen hätte es weder die Übersendung der fehlenden Unterlagen nach Hamburg gegeben, noch hätte Justizminister Benjamin Limbach die Entscheidung getroffen, die Abteilung H nicht aufzuspalten. Zudem hätte Limbach heute nicht die personelle Verstärkung mit zusätzlichen Planstellen erklärt sowie eine weitere ressortübergreifende Zusammenarbeit mit dem Innen- und Finanzministerium in Aussicht gestellt. Nach wie vor muss der Minister sich aber den Vorwurf gefallen lassen, dass er die Amtshilfe mit dem Parlamentarischer Untersuchungsausschuss (PUA)Ausschuss zur Aufklärung eines klar abgegrenzten Sachverhalts. Der Landtag kann ihn einsetzen und muss dies auf Antrag eines Fünftels seiner gesetzlichen Mitglieder tun; der Ausschuss erhebt die erforderlichen Beweise.Zum Glossareintrag in Hamburg nicht schnell genug und nicht vollumfänglich durchgeführt hat.

Außerdem musste Limbach heute einräumen, dass er seine Entscheidungen zur Aufspaltung der Abteilung H nicht umfassend geprüft hat; dies sei erst in dieser Woche erfolgt. Und auch erst kurzfristig vor der heutigen Sondersitzung kam es zu einem klärenden Gespräch zwischen Minister, Kölner Staatsanwaltschaft und Generalstaatsanwaltschaft. Das Ergebnis stimmt, der Weg dorthin war allerdings äußerst steinig und hat Vertrauen zerstört. Das ist bedauerlich und eines Justizministers unwürdig.

Justizminister Limbach folgt offensichtlich seinem ganz eigenen Kurs. Notwendige Kurskorrekturen gibt es immer nur nach starkem Gegenwind. Der Minister rudert nur dann zurück, wenn die Fraktionen von FDP und SPD mit einer weiteren Sondersitzung oder gar einem Untersuchungsausschuss drohen. Es darf nicht sein, dass ein Minister nur auf lange andauernden Druck von Presse und Opposition hin reagiert, anstatt augenscheinliche Fehlentwicklungen schnell und eigeninitiativ zu korrigieren.“

  • „Minister Wendehals“ – Limbach ist auf Kollisionskurs mit dem Vertrauen der Bürger und der gesamten Justiz

  • Ansprechpartner

    Ansprechpartner


    NRW-Update Abonnieren Sie unseren Newsletter

    Bleiben Sie auf dem Laufenden: zu den Themen, Ideen und Menschen, die Nordrhein-Westfalen voranbringen. Wir informieren Sie regelmäßig über unsere Arbeit im Landtag für das Comeback Nordrhein-Westfalens.

    Jetzt anmelden zum Newsletter
    • Aktuell informiert
    • Direkt aus dem Landtag

    Mehr zum Schwerpunkt: Minus fetter Staat

    Das Thema „Taser für die Polizei“ ist Teil unseres Schwerpunkts „Minus fetter Staat“. Der Schwerpunkt bündelt alle politischen Themen, die Bürokratie abbauen, Steuern senken, Verwaltung modernisieren und Kommunen finanziell handlungsfähig machen.

    „Minus fetter Staat“ ist einer von fünf Schwerpunkten, mit denen die FDP-Fraktion NRW das Comeback des Landes gestalten will.

    Schwerpunkt

    Minus fetter Staat

    Ein Staat muss stark sein, wo er gebraucht wird – und schlank bleiben, wo er Freiheit, Fortschritt und Möglichkeiten von Menschen, Unternehmen und Kommunen blockiert.

    In die Zwischenablage kopiert.