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Yvonne Gebauer

Anhörung bestätigt Verlässlichkeit für Tagespflege fehlt im KiBiz-Entwurf

In der heutigen AnhörungEin Ausschuss kann Sachverständige, andere Auskunftspersonen und insbesondere Vertretungen betroffener Interessen anhören, um seine Beratungen fachlich vorzubereiten.Zum Glossareintrag im Familienausschuss des Landtags Nordrhein-Westfalen haben Sachverständige die Bedeutung der Kindertagespflege und den Bedarf an verlässlichen, landesweiten Rahmenbedingungen betont. Das bestätigt die Anliegen des FDP-Antrags „Stabile Kindertagespflege für NRW: Verlässliche Betreuung, faire Bedingungen, sichere Perspektiven“ (Drs. 18/15912).

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Dazu erklärt Yvonne Gebauer, familienpolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion NRW:

„Die Anhörung hat ein klares Signal aus der Praxis gesendet: Kindertagespflege ist unverzichtbar, gerade im U3-Bereich, für flexible Betreuungszeiten und echte Wahlfreiheit der Eltern. Es wurde deutlich: Das System steht unter Druck. Rückgänge bei Tagespflegepersonen, Unsicherheiten bei der Finanzierung, ein kommunaler Flickenteppich bei Leistungen und Standards sowie fehlende verlässliche Vertretungssysteme gefährden die Stabilität dieser Betreuungsform. Dort setzt unser AntragFörmlicher Vorschlag, zu dem der Landtag einen Beschluss fassen soll. Jedes Mitglied des Landtags, jede Fraktion und jede Gruppe darf Anträge stellen; sie sind schriftlich einzubringen.Zum Glossareintrag an – konsequent, praxistauglich und mit dem Anspruch, der Kindertagespflege einen festen Platz im System der frühkindlichen Bildung in NRW zu sichern.

Schwarz-GrünBezeichnung für die seit 2022 von CDU und Bündnis 90/Die Grünen getragene Landesregierung in Nordrhein-Westfalen.Zum Glossareintrag spricht von einer Weiterentwicklung, aber die Kindertagespflege kommt im KiBizAbkürzung für Kinderbildungsgesetz. Es regelt die Kindertagesbetreuung in Nordrhein-Westfalen; die reformierte Fassung gilt seit dem 1. August 2026. Die FDP-Landtagsfraktion kritisiert die Reform und fordert unter anderem verlässliche Finanzierung, Qualitäts- und Stabilitätskomponenten, eine Fachkräfte- und Sprachoffensive sowie digitale Entlastung.Zum Glossareintrag-Entwurf viel zu kurz. Es entsteht der Eindruck einer Randlösung. Das ignoriert die Realität vieler Familien, die auf flexible wie passgenaue Angebote angewiesen sind. Die Sachverständigen unterstrichen die erheblichen Unterschiede bei Geldleistungen, Sachkosten, Ausfallzeiten und Fachberatung je nach Jugendamtsbezirk. Das verhindert Planbarkeit, erschwert Nachwuchsgewinnung und setzt Fehlanreize, die Kita und Kindertagespflege gegeneinanderstellen – zulasten von Familien und Kindern.

Wir Freie Demokraten wollen Verlässlichkeit statt Zufall. Dazu gehören eine auskömmliche und nachvollziehbare Finanzierung, landesweit vergleichbare Mindeststandards, eine Vergütung, die Qualifizierung tatsächlich anerkennt, und Vertretungssysteme, die in der Praxis funktionieren. Auch digitale Plattformen können Wahlfreiheit stärken, wenn Kindertagespflege dort gleichwertig sichtbar ist und Eltern transparent informiert werden. Die Landesregierung muss den KiBiz-Prozess so ausrichten, dass die Kindertagespflege eine klare Perspektive erhält, mit verbindlichen Rahmenbedingungen, Planungssicherheit und einer fairen Behandlung im Gesamtsystem. Unser Antrag zeigt den Weg – und die Anhörung hat bestätigt, dass die Kindertagespflege als gleichwertiger Teil des Systems behandelt werden muss.“

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