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Franziska Müller-Rech

FDP kritisiert Landesregierung: Zahl der Schulabgänger ohne Abschluss steigt – gute Ansätze allein reichen nicht aus

Die Bildungskrise in Nordrhein-Westfalen spitzt sich weiter zu: 11.835 Schülerinnen und Schüler haben 2023 ohne Hauptschulabschluss das Bildungssystem verlassen – eine alarmierende Zahl, die seit 2020 kontinuierlich steigt. Gleichzeitig sehen wir einen Unterrichtsausfall auf Rekordniveau. „Da besteht ein klarer Zusammenhang: Die Landesregierung muss noch stärker als bisher in die Schulen investieren, insbesondere in herausfordernden Stadtteilen mit hohem Sozialindex / SchulsozialindexInstrument, das die soziale Zusammensetzung der Schülerschaft einer Schule anhand von vier Indikatoren abbildet. In NRW werden Schulen neun Belastungsstufen zugeordnet; der Index wird unter anderem zur bedarfsgerechteren Verteilung bestimmter Ressourcen genutzt.Zum Glossareintrag. Wenn gerade dort viel Unterricht ausfällt, fehlen den Schülerinnen und Schüler Bildungsinhalte und Unterstützung. Sie laufen Gefahr, ihren Abschluss nicht zu schaffen oder ganz ohne Abschluss die Schule zu verlassen – das darf die Landesregierung nicht kalt lassen“, sagt Franziska Müller-Rech, schulpolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion NRW.

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Die Berufs- und Weiterbildungskollegs leisten zwar einen wichtigen Beitrag, indem sie vielen Jugendlichen eine zweite Chance auf einen Schulabschluss ermöglichen, doch auch an diesen Schulen haben im Schuljahr 2022/23 76.247 Schülerinnen und Schüler den Bildungsgang einer berufsbildenden Schule ohne einen zusätzlich erworbenen, höherwertigen Abschluss verlassen. „Wir dürfen uns nicht darauf verlassen, dass die Berufs- und Weiterbildungskollegs die Versäumnisse an den vorher besuchten Schulformen mit einem Handstreich einfach ausgleichen. Wir fordern eine Gesamtstrategie der Landesregierung, die frühzeitig ansetzt, damit die Zahl der Schulabgänger ohne Abschluss sinkt.“

 Die FDP fordert deshalb ein umfassendes Maßnahmenpaket: eine Offensive gegen den Lehrkräftemangel, einen attraktiveren Arbeitsplatz Schule, mehr unterstützendes Personal zum Beispiel durch Schulsozialarbeit, ein Budget, über das Schulen frei verfügen können und eine deutlich bessere Ausstattung der Schulen. „Programme wie die TalentschulenSchulversuch in Nordrhein-Westfalen mit 60 Schulen, darunter 45 allgemeinbildende Schulen und 15 Berufskollegs. Er richtet sich besonders an Standorte mit sozialen Herausforderungen und erprobt Maßnahmen zur besseren individuellen Förderung und Bildungsgerechtigkeit.Zum Glossareintrag und das Startchancenprogramm sind wichtige erste Schritte. Aber bei denen darf es nicht bleiben. Wir brauchen flächendeckend Investitionen an allen Schulen und Schulformen“, erklärt Müller-Rech.

Die FDP-Landtagsfraktion NRW appelliert an die Landesregierung, endlich mutige und langfristige Reformen einzuleiten. „Jeder junge Mensch ohne Abschluss ist ein verlorenes Talent für unsere Gesellschaft. Wir dürfen uns damit nicht abfinden“, fordert Müller-Rech.

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