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Franziska Müller-Rech

„Tag der Wahrheit“ für Schwarz-Grün FDP erzwingt neue Debatte im Landtag über Schulumbau-Pläne

Die FDP-Landtagsfraktion NRW hat am gestrigen Abend eine 3. LesungBeratungsstufe eines Gesetzentwurfs im Plenum. In der ersten Lesung werden Entwurf und Grundsätze beraten, in der zweiten die Einzelheiten; bei Verfassungsänderungen, Haushalts- und Gemeindefinanzierungsgesetzen sowie in weiteren geregelten Fällen gibt es eine dritte Lesung.Zum Glossareintrag des umstrittenen Gesetzentwurfs zur forcierten Einführung von Hauptschulbildungsgängen an Realschulen beantragt. Somit muss sich der Landtag NRW heute erneut mit dem Thema befassen – und die Schwarz-GrünBezeichnung für die seit 2022 von CDU und Bündnis 90/Die Grünen getragene Landesregierung in Nordrhein-Westfalen.Zum Glossareintrag ihre Pläne in offener Debatte verantworten. Franziska Müller-Rech, schulpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion: „Heute ist der Tag der Wahrheit für Schwarz-Grün. Wer den Umbau unseres Schulsystems im Schatten der Nacht plant, muss sich jetzt dem Licht der öffentlichen Debatte stellen.“

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Mit der erzwungenen dritten Lesung will die FDP-Fraktion die schwarz-grüne Landesregierung dazu bringen, ihre Schulstrukturreform nicht länger hinter verschlossenen Türen durchzudrücken.

„Wir lassen nicht zu, dass diese Regierung heimlich das gegliederte Schulsystem schleift. Transparenz, Ehrlichkeit und Bildungsqualität sind nicht verhandelbar“, so Müller-Rech weiter. Die Freien Demokraten kritisieren nicht nur das Verfahren, sondern vor allem die Inhalte des Gesetzentwurfs: Die Realschulen würden mit der Aufnahme eines zweiten Bildungsgangs massiv überfordert. Zwei unterschiedliche Lehrpläne, zwei Abschlussprüfungen, zwei pädagogische Zielsetzungen unter einem Dach – das führt zu Chaos statt Qualität. „Die Realschule soll jetzt die Hauptschule mitmachen – ohne zusätzliche Ressourcen, ohne pädagogisches Konzept, ohne gesellschaftliche Debatte. Das ist bildungspolitischer Leichtsinn“, erklärt Müller-Rech.

Die FDP warnt erneut vor einem schleichenden Einstieg in ein Einheitsmodell zu Lasten von Profilbildung und Wahlfreiheit. Besonders problematisch: Der GesetzentwurfAusformulierter Vorschlag für ein neues Gesetz oder die Änderung eines bestehenden Gesetzes. Gesetzentwürfe aus der Mitte des Landtags müssen von mindestens sieben Abgeordneten unterzeichnet sein und werden grundsätzlich in zwei, in bestimmten Fällen in drei Lesungen beraten.Zum Glossareintrag scheint vor allem haushaltspolitisch motiviert zu sein. „Diese Reform ist kein Bildungsprojekt, sondern ein Sparkonzept in Schulverkleidung. Wer Strukturpolitik betreibt, um Haushaltslöcher zu stopfen, gefährdet die Zukunft unserer Kinder“, kritisiert Müller-Rech scharf. Die FDP-Fraktion fordert weiterhin den Erhalt und die Weiterentwicklung eines vielfältigen und leistungsdifferenzierten Schulsystems. In ihrem Entschließungsantrag sprechen sich die Liberalen für mehr Transparenz, Qualität und Wahlfreiheit im Bildungssystem aus – und gegen Zwangsfusionen durch die Hintertür. „Wir wollen keine Einheitsschule durch Tricksen und Tarnen. Wir wollen bessere Hauptschulen, starke Realschulen und echte Wahlmöglichkeiten für Eltern und Schüler“, so Müller-Rech abschließend.

  • FDP-Entschließungsantrag: Erhalt des gegliederten Schulsystems – Keine Einheitsschule durch die Hintertür

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