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Dr. Werner Pfeil

Hunderte Staatsanwälte fehlen Schwarz-Grün liefert 47

Die Zahl unerledigter Ermittlungsverfahren bei den Staatsanwaltschaften in Nordrhein-Westfalen erreicht einen neuen Höchststand: Zur Jahresmitte waren 300.100 Verfahren offen, 12,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie eine Recherche der Deutschen Richterzeitung ergab. Am Abend berät der Landtag über den Pakt für den Rechtsstaat.

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Dazu erklärt Dr. Werner Pfeil, rechtspolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion NRW:

„Die Situation bei den Staatsanwaltschaften spitzt sich zu: Mehr als 300.000 offene Verfahren, 12,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Allein im ersten Halbjahr 2026 kamen noch 681.600 neue Verfahren hinzu. Spätestens jetzt müsste die Landesregierung aktiv gegensteuern. Aber Fehlanzeige: Aus unserer Kleine AnfrageSchriftliches Auskunftsverlangen eines einzelnen Mitglieds des Landtags an die Landesregierung. Es darf sich nur auf einen bestimmten Sachverhalt beziehen und höchstens fünf Unterfragen enthalten.Zum Glossareintrag wissen wir, dass durch den Pakt für den Rechtsstaat nur ein geringer Teil überhaupt in neue Staatsanwälte fließt. Im kommenden Jahr sind gerade einmal 47 neue Stellen für die Staatsanwaltschaften vorgesehen – und die waren ohnehin schon geplant. Schwarz-GrünBezeichnung für die seit 2022 von CDU und Bündnis 90/Die Grünen getragene Landesregierung in Nordrhein-Westfalen.Zum Glossareintrag nutzt das Geld maßgeblich zum Stopfen der Haushaltslöcher.

CDU und Grüne setzen das Thema heute zwar auf die Tagesordnung, nennen jedoch keine Zahlen für Nordrhein-Westfalen. Der AntragFörmlicher Vorschlag, zu dem der Landtag einen Beschluss fassen soll. Jedes Mitglied des Landtags, jede Fraktion und jede Gruppe darf Anträge stellen; sie sind schriftlich einzubringen.Zum Glossareintrag hebt nur die bundesweiten Zahlen hervor. Dabei bräuchte es nach Einschätzung des Deutschen Richterbundes im LandeshaushaltGesetzlich beschlossener Finanzplan des Landes für ein Haushaltsjahr. Er legt die erwarteten Einnahmen, die zulässigen Ausgaben und die Kreditermächtigungen fest; über das Haushaltsgesetz entscheidet der Landtag.Zum Glossareintrag 2027 mindestens 400 zusätzliche Stellen, um den Staatsanwaltschaften in Nordrhein-Westfalen zumindest etwas Luft zu verschaffen. Aktuell erledigen rund 1.400 Staatsanwälte die Arbeit von mehr als 2.000. Das ist hochdramatisch. Eine konsequente Strafverfolgung ist die Basis unseres Rechtsstaates. Wir müssen die Ermittlungsbehörden so aufstellen, dass sie arbeitsfähig sind. Dafür braucht es vor allem eines: mehr Personal, und zwar durch echte neue Stellen statt Schaufensteranträgen im PlenumVollversammlung aller Mitglieder des Landtags. Im Plenum werden Gesetzentwürfe und andere Beratungsgegenstände öffentlich beraten und Beschlüsse gefasst.Zum Glossareintrag.“

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