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Dirk Wedel

Verpackungssteuer ist unzumutbares Bürokratiemonster

Die FDP-Landtagsfraktion NRW stemmt sich mit einem GesetzentwurfAusformulierter Vorschlag für ein neues Gesetz oder die Änderung eines bestehenden Gesetzes. Gesetzentwürfe aus der Mitte des Landtags müssen von mindestens sieben Abgeordneten unterzeichnet sein und werden grundsätzlich in zwei, in bestimmten Fällen in drei Lesungen beraten.Zum Glossareintrag gegen kommunale Verpackungssteuern, etwa auf Pommesschalen oder Kaffeebecher. Dazu fand am heutigen Freitag die Sachverständigenanhörung im Landtag statt.

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„Die AnhörungEin Ausschuss kann Sachverständige, andere Auskunftspersonen und insbesondere Vertretungen betroffener Interessen anhören, um seine Beratungen fachlich vorzubereiten.Zum Glossareintrag hat einmal mehr klar gemacht: Die Verpackungssteuer ist kein Umweltinstrument, sondern ein Bürokratiemonster. Selbst kritische Experten räumen ein, dass es eine bundesweit einheitliche Lösung brauche. Stattdessen drohen in Städten wie Köln und Bonn neue kommunale Sondersteuern, die Verbraucherpreise erhöhen, Betriebe zusätzlich belasten und kaum Müll vermeiden.

Gerade Gastronomie, Handwerk und Einzelhandel sind nach den Corona-Jahren genug gebeutelt – zusätzliche Bürokratie und neue Abgaben belasten sie unverhältnismäßig. Völlig absurd sind auch die Details: Bestellt jemand Pizza nach Hause, ist der Karton steuerfrei – holt er dieselbe Pizza im Karton am Tresen ab, fällt Steuer an. Das versteht draußen kein Mensch. Und wie ein Branchenvertreter in der Anhörung heute deutlich machte: Es ist auch eine Zumutung für Gastronomen, sich durch seitenlange kommunale Steuersatzungen zu kämpfen, um herauszufinden, dass das Rührstäbchen für den Coffee-to-go maximal 14 Zentimeter messen darf. Genau so fördert man Politikverdrossenheit der Menschen.

Wenn jede der 396 Kommunen in Nordrhein-Westfalen eigene Satzungen, Steuersätze und Abgrenzungsregeln für Verpackungen einführt, entsteht ein unfairer und ineffizienter Flickenteppich mit klaren Standortnachteilen, insbesondere für Betriebe mit mehreren Standorten. Gegen Vermüllung helfen der konsequente Vollzug bereits bestehender Regelungen auf Bundes- und EU-Ebene sowie eine bessere Infrastruktur – etwa ausreichend Mülleimer und regelmäßige Leerungen –, aber keine neue Sondersteuer. Genau diesen Flickenteppich wollen wir für Nordrhein-Westfalen verhindern.“

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Ein Staat muss stark sein, wo er gebraucht wird – und schlank bleiben, wo er Freiheit, Fortschritt und Möglichkeiten von Menschen, Unternehmen und Kommunen blockiert.

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