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Susanne Schneider

Gefahr für Kinder durch Knopfzell-Batterien ernst nehmen

Mindestens 430 Kinder mussten in den vergangenen fünf Jahren in Nordrhein-Westfalen wegen verschluckter Knopfzell-Batterien behandelt werden. Das geht aus der Antwort auf eine Kleine AnfrageSchriftliches Auskunftsverlangen eines einzelnen Mitglieds des Landtags an die Landesregierung. Es darf sich nur auf einen bestimmten Sachverhalt beziehen und höchstens fünf Unterfragen enthalten.Zum Glossareintrag der FDP-Landtagsfraktion NRW hervor. Die Freien Demokraten warnen vor dieser unterschätzten Alltagsgefahr und fordern von der NRW-Landesregierung, endlich Aufklärungsmaßnahmen zu ergreifen.

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Gegenüber der Rheinischen Post erklärte Susanne Schneider, gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion NRW:

„Knopfbatterien sind nicht nur Bestandteil elektronischen Kinderspielzeugs, sondern auch vieler anderer Alltags- und Haushaltsartikel. Die hohen Sicherheits-Anforderungen für Spielzeug gelten etwa für Deko oder LED-Teelichter jedoch nicht. Dies macht sie zu einer oft unterschätzten Gesundheitsgefahr für Kinder. Kliniken berichten regelmäßig von Notfällen, bei denen Kleinkinder Knopfbatterien verschluckt oder in Nase beziehungsweise Ohr gesteckt haben. Die Informationszentrale gegen Vergiftungen am Universitätsklinikum Bonn hat bei Kindern bis einschließlich sechs Jahren 430 Fälle von verschluckten Knopfbatterien in den letzten fünf Jahren dokumentiert.

Minister Laumann scheint dieses Problem nicht ernst zu nehmen. Es ist hier nicht so, wie bei ‚Michel aus Lönneberga‘, der ein Geldstück verschluckt hat, das dann auf natürlichem Weg wieder den Körper verlässt. Bei Knopfzellbatterien wird bereits nach kurzer Zeit durch die elektrochemische Reaktion mit der Schleimhaut der Speiseröhre Gewebe schwer geschädigt. Die Folge können starke Verätzungen und Verbrennungen, Fistelbildungen, langfristige Schluck- und Atemprobleme sowie lebensbedrohliche Komplikationen sein. Verschluckte Knopfzellbatterien werden daher generell als kindermedizinischer Notfall behandelt.

Angesichts dieser Problematik ist es unverständlich, dass Gesundheitsminister Laumann alleine auf die Verantwortung von Spielzeugherstellern und Kinderärzten verweist. Aufklärungsmaßnahmen sind der NRW-Landesregierung nach eigener Aussage nicht bekannt. Wir brauchen aber dringend öffentliche Warnungen vor den Gefahren für Kinder durch Knopfbatterien. Viele Eltern sind sich der Risiken einfach nicht bewusst. Minister Laumann muss hier dringend aktiv werden.“

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