Freimuth (FDP): Kunstakademie darf nicht als Kulisse für Antisemitismus missbraucht werden
Der Wissenschaftsausschuss des Landtags hat sich am heutigen Mittwoch mit dem geplanten Auftritt einer durch antisemitische Äußerungen aufgefallenen palästinensischen Künstlerin an der Kunstakademie Düsseldorf beschäftigt.
Angela Freimuth
Dazu erklärt Angela Freimuth, wissenschaftspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion NRW:
„Kunst und Wissenschaft sind Orte des freien Diskurses. Deshalb sind Kunst- und Wissenschaftsfreiheit zu Recht besonders grundgesetzlich geschützt. Diese Freiheiten dürfen aber nicht als Kulisse für Antisemitismus missbraucht werden. Wer die Terrorangriffe des 7. Oktober 2023, den verheerendsten Massenmord an Jüdinnen und Juden seit der Shoa, als Befreiungskampf relativiert, antisemitische Narrative teilt und dem Staat Israel das Existenzrecht abspricht, ist keine ‚kontroverse Stimme‘, sondern Teil des nicht nur in Deutschland immer lauter und aggressiver auftretenden Antisemitismus. Die Kunstakademie Düsseldorf sollte sich ihrer Verantwortung bewusst sein. Denn die Wissenschafts- und Kunstfreiheit endet dort, wo die Würde des Einzelnen angegriffen, Gewalt verherrlicht, Opfer verhöhnt und antisemitische Hetze normalisiert oder sogar legitimiert werden soll. Antisemitismus darf in unserer Gesellschaft keinen Platz haben – auch nicht in der Kunst und der Wissenschaft!“