Gebauer (FDP): Neues KiBiz droht Gewalt in Kitas zu verschärfen
Die FDP-Landtagsfraktion NRW zeigt sich besorgt angesichts des steilen Anstiegs der Gewaltvorfälle in nordrhein-westfälischen Kitas.
Yvonne Gebauer
Dazu erklärt Yvonne Gebauer, Sprecherin für Familie, Kinder und Jugend der FDP-Landtagsfraktion NRW:
„Diese Zahlen machen fassungslos. Ob durch Erwachsene oder andere Kinder: Jeder Gewaltfall ist einer zu viel. Es ist jetzt an der neuen Familienministerin Verena Schäffer, sich gemeinsam mit der heute vorgestellten Kinderschutzbeauftragten Petra Ladenburger dieses wichtigen Themas unverzüglich anzunehmen.
Die Landesregierung muss endlich auf transparente Kommunikation auf Augenhöhe mit allen Beteiligten setzen. Stattdessen droht mit dem Kern- und Randzeitenmodell im neuen KiBiz womöglich noch eine Verschärfung: Durch weiteren Personalabbau und sinkende Qualitätsstandards laufen Kitas Gefahr, noch mehr mit Alltagsproblemen allein dazustehen. Wenn wir unsere Kinder gut und sicher betreut wissen wollen, sind die Bündelung von Personal in sogenannten Kernzeiten und das faktische Mitlaufen von Randzeiten unter geringeren Standards der falsche Weg. Vielmehr müssen wir Sorge dafür tragen, dass künftiges Kita-Personal frühzeitig und noch stärker als bisher für den Umgang mit jeglicher Form von Gewalt in den Einrichtungen sensibilisiert wird.
Wir Freie Demokraten stemmen uns dagegen, dass unsere Kindertagesstätten durch die mangelnde Bereitschaft der Landesregierung, weitere Verbesserungen am KiBiz vorzunehmen, unter zusätzlichen Druck geraten. Zum Schutz unserer Kinder und im Sinne unser aller Fürsorgepflicht muss alles dafür getan werden, dass eine sichere Betreuung in den Kitas gewährleistet ist.“