Gebauer (FDP): Schwarz-Grün stimmt „KI-ta“ weg – und klammert im KiBiz-Entwurf die Zukunft aus
Im Familienausschuss haben CDU und Grüne am heutigen Donnerstag den FDP-Antrag „Die KI-ta für Nordrhein-Westfalen“ abgelehnt.
Yvonne Gebauer
Dazu erklärt Yvonne Gebauer, familienpolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion NRW:
„Alle reden über Künstliche Intelligenz, aber Kita-Fachkräfte sollen davon nicht profitieren. Mehr als die Hälfte der unter 45-Jährigen in Nordrhein-Westfalen nutzt privat KI-Tools, gleichzeitig verweigern CDU und Grüne KI als zeitgemäße, praxistaugliche Entlastung für unsere Fachkräfte. Dabei zeigte schon die Expertenanhörung, wie groß der Druck in den Kitas ist: Fachkräftemangel, eingeschränkte Öffnungszeiten, Überlastung durch Dokumentation und Herausforderungen bei der Elternkommunikation.
KI soll und wird keine Erzieherinnen ersetzen, sondern ihnen Zeit zurückgeben – für weniger Bürokratie, bessere Organisation und mehr Raum für pädagogische Arbeit. Dass gleichzeitig eine KiBiz-Novelle auf dem Tisch liegt, in der Künstliche Intelligenz nicht einmal vorkommt, zeigt wieder einmal, wie realitätsfern diese Landesregierung agiert.
Was außerdem irritiert: Ministerpräsident Hendrik Wüst kündigte nach der scharfen Kritik an der KiBiz-Reform an, die Novelle nach der Verbändeanhörung auszuwerten und offen nachzusteuern. Gleichzeitig wird aber bereits kommuniziert, der Entwurf solle schon am 27. Januar 2026 im Kabinett beschlossen werden – das riecht nach Eile statt Ehrlichkeit. So werden Kitas definitiv nicht zukunftsfest.“