Lürbke (FDP): Brauchen eine Bewertung von Tätergruppen, die der Realität entspricht
Der Vorstoß von NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU), in der Polizeilichen Kriminalstatistik künftig auch mehrfache Staatsbürgerschaften auszuweisen, hat eine kontroverse landespolitische Debatte ausgelöst. Die FDP-Landtagsfraktion NRW begrüßt eine erhöhte Transparenz grundsätzlich. Diese muss dem Ziel dienen, Straftaten zu verhindern, nicht zur Stigmatisierung von Bevölkerungsgruppen.

Marc Lürbke
Marc Lürbke, Stellvertretender Vorsitzender und innenpolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion NRW, erklärte dazu gegenüber der Rheinischen Post:
„Grundsätzlich begrüßen wir Schritte zu mehr Transparenz in der Polizeilichen Kriminalstatistik. Sicherheitsbehörden und Politik müssen auf der Grundlage solider Daten und rechtsstaatlicher Prinzipien handeln können. Wir brauchen eine Bewertung von Tätergruppen, die der Realität entspricht und alle bekannten Faktoren einbezieht – zur Verhinderung von Straftaten, nicht zur Stigmatisierung von Bevölkerungsgruppen. Auch Spekulationen und falschen Gerüchten kann dadurch vorgebeugt werden. Ein bundesweit abgestimmtes diesbezügliches Vorgehen bei der Erstellung der Polizeilichen Kriminalstatistiken wäre wünschenswert.“