Müller-Rech (FDP) zu Schul-Absentismus: Schule muss ein Ort sein, an dem Kinder sich wohl und sicher fühlen

Zu viele Kinder in Nordrhein-Westfalen gehen nicht regelmäßig zur Schule. Dadurch sind Bildungschancen massiv gefährdet. Die FDP-Landtagsfraktion NRW fordert wirksame Maßnahmen gegen Eltern, die ihren Erziehungspflichten nicht nachkommen, und mehr Anstrengungen für sichere Schulen.

FDP-Fraktionsvize Franziska Müller-Rech

FDP-Fraktionsvize Franziska Müller-Rech

Gegenüber der Rheinischen Post sagte Franziska Müller-Rech, Stellvertretende Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion NRW:

„Nichts ist gefährlicher für die Chancen im Leben, als wenn Kinder nicht zur Schule gehen. Das Problem nimmt zu und die Landesregierung muss dringend gegensteuern. Sämtliche Ordnungsmaßnahmen müssen auf ihre Wirksamkeit überprüft und nachgeschärft werden. Es reicht längst nicht, sich bei der Verfolgung von Schul-Absentismus auf Familien zu konzentrieren, die schon einen Tag vor den Ferien in den Urlaub fliegen. Die erwischt man leicht und ein Bußgeld mag abschreckende Wirkung haben – ein strukturelles Problem wird damit aber nicht gelöst.

Stattdessen muss der Fokus auf Kindern liegen, die wochenlang nicht oder nicht regelmäßig zur Schule kommen. Hier sind Bildungschancen ernsthaft gefährdet. Eltern, die ihren Erziehungsauftrag nicht wahrnehmen und sich nicht darum kümmern, dass ihre Kinder zur Schule gehen, müssen empfindlich bestraft werden. Schulen, Jugendhilfe und Ordnungsbehörden müssen dabei Hand in Hand arbeiten.

Gleichzeitig muss die Schule auch ein Ort sein, an dem Kinder sich wohl und sicher fühlen können. Deshalb brauchen wir auch endlich wirkungsvolle Maßnahmen für ein sicheres Lernumfeld. Dazu gehören mehr Schulsozialarbeit, konsequente schul- und strafrechtliche Maßnahmen gegen Gewalttäter und strikte Verbote von Messern und anderen Waffen an unseren Schulen.“

Medienbericht