Neujahrsempfang 2026: Die Comeback-Formel für NRW
Mit einer neuen „Comeback-Formel“ sind die FDP-Landtagsfraktion und der FDP-Landesverband NRW beim Neujahrsempfang in das politische Jahr 2026 gestartet. Rund 1.000 Gäste kamen nach Düsseldorf, um über die zentralen Herausforderungen für Nordrhein-Westfalen zu sprechen.
FDP-Landeschef Henning Höne auf der Bühne beim Neujahrsempfang 2026 von FDP-Landtagsfraktion und FDP-Landesverband NRW.
Dabei wurde deutlich: Stillstand ist keine Option, falsche Prioritäten müssen korrigiert werden. „Die Wirtschaft wächst kaum, Menschen werden ausgebremst durch den Staat, durch seine Bürokratie“, warnte Henning Höne, Vorsitzender der FDP-Landtagsfraktion und der Freien Demokraten NRW. „Die Industrie kämpft, der Mittelstand ächzt und viele Menschen in diesem Land fragen sich: Wohin gehen wir gerade eigentlich?“
Höne rief dafür ein Comeback der Freien Demokraten und für Nordrhein-Westfalen aus. Unerlässlich: eine starke Wirtschaft. „Weil eine starke Wirtschaft die beste Armutsbekämpfung und das beste Mittel zur Zukunftsvorsorge ist.“ Höne stellte dafür eine Formel vor: „Kluge Kinder. Plus smarte Integration. Plus eine große Umarmung der Zukunft. Minus den fetten Staat. Ergibt eine starke Wirtschaft für alle.“ Der Neustart der Freien Demokraten im Land soll sich deshalb entlang dieser Bausteine gliedern.
So dürfe über Bildungserfolg nicht Herkunft entscheiden, sondern Fleiß und Talent. Beginnend bei den Kitas über die Sprachkompetenz mit Deutsch als Pflichtsprache bis hin zu den Hochschulen, die nicht kaputtgespart werden dürfen. Ein Vorschlag: die gesamte Bildungskompetenz bündeln – in einem Ministerium, das Bildungspolitik aus einer Hand steuert und so nicht nur mehr Chancen schafft, sondern auch den Staatsapparat verschlankt. „Wer es ernst meint mit Aufstiegschancen, mit Leistung und Freiheit, der muss Bildung aus einem Guss denken.“
In Bezug auf Integration schlug Höne vor, die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse solle künftig nicht weiter Beamten in Bezirksregierungen überlassen sein, sondern Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern. „Ihr wisst doch, wer zu euch passt“, sagte Höne auch mit Blick auf Gastrednerin Marie-Christine Ostermann.
Marie-Christine Ostermann
Ostermann, Präsidentin des Verbandes der Familienunternehmer, forderte in ihrer Rede einen Kurswechsel in der Wirtschaftspolitik. Sie appellierte an mehr Eigenverantwortung und betonte die Rolle der Familienunternehmen in Deutschland: „Wir sind das Herz der Wirtschaft.“ Dennoch würden Familienunternehmer immer mehr belastet, durch Steuererhöhungen und immer neue Auflagen. „Teure Bürokratie, die die Unternehmen bezahlen müssen und die sie davon abhält, sich um Kunden, Wachstum und Kerngeschäft zu kümmern.“
Das Schleifen der Schuldenbremse kritisierte Ostermann als „Gift“ für Investitionen und Unternehmertum: „Man darf die Verantwortung nicht auf die nächste Generation abwälzen.“ Stattdessen forderte sie mutige Reformen, etwa bei der Einkommensteuer, und eine Senkung der Lohnzusatzkosten. Die soziale Marktwirtschaft habe Deutschlands Wirtschaft einst stark gemacht. „Genau das ist der Kompass, der uns bei den anstehenden Reformen leiten muss.“
Fortschritt statt Ideologiestarre, Anpacken statt Schlafwandeln – der Neujahrsempfang 2026 machte deutlich: Die Freien Demokraten in Nordrhein-Westfalen gehen mit mutigen Ideen, Lust auf Zukunft und dem klaren Anspruch, Nordrhein-Westfalen wieder auf Kurs zu bringen, in das Jahr vor der Landtagswahl.