Schneider (FDP): Innovation im Verteidigungsbereich darf nicht an Bürokratie scheitern
Am heutigen Donnerstag findet in Düsseldorf der erste Defence Innovation Summit statt.
Susanne Schneider
Dazu erklärt Susanne Schneider, Beauftragte der FDP-Landtagsfraktion NRW für Angelegenheiten der Bundeswehr:
„Nordrhein-Westfalen kann mit seinem Know-how, seiner Industrie und seiner lebendigen Start-up-Szene bei Sicherheits- und Verteidigungsinnovationen eine deutlich größere Rolle spielen. Als Freie Demokraten haben wir uns daher schon lange für die Ausrichtung einer eigenen Fachmesse für Wehrtechnik in Nordrhein-Westfalen eingesetzt. Der heute in Düsseldorf stattfindende Defence Innovation Summit zeigt: Die Potenziale sind da – sie müssen endlich systematisch genutzt werden. So kann Nordrhein-Westfalen zum industriellen Zentrum der deutschen Zeitenwende werden.
Start-ups, Industrie, Streitkräfte, Wissenschaft und Politik müssen deutlich enger und strukturierter zusammenarbeiten. Innovationen dürfen nicht an Zuständigkeitsgrenzen, fehlenden Ansprechpartnern oder bürokratischen Hürden scheitern. Gerade sicherheitsrelevante Zukunftstechnologien wie KI-Einsatz, autonome Systeme, Drohnen- und Lasertechnologien dürfen nicht dem Zufall überlassen werden. Für junge Unternehmen ist zudem der Zugang zu privatem Kapital entscheidend. Investoren brauchen ihrerseits Klarheit darüber, welche Bedarfe bestehen und welche Technologien gefragt sind. Hier fehlt es an Informationen.
Während sich die schwarz-grüne Landesregierung gerne als Schirmherrin solcher Gipfeltreffen präsentiert, bleibt es in der Praxis oft bei Ankündigungen. Nordrhein-Westfalen braucht kein symbolisches Begleiten, sondern aktives Gestalten: mehr Vernetzung, weniger Bürokratie und Denkverbote sowie eine klare Strategie, wie Innovationen schneller in die Anwendung kommen. Sonst bleibt wertvolles Innovations- und Wachstumspotenzial ungenutzt.“