Vernissage im Landtag: „Die Kraft der Worte"

Am 13. Januar 2026 lud die FDP-Landtagsfraktion NRW zur Eröffnung der Ausstellung „Die Kraft der Worte" nach Düsseldorf ein.

Für das Kunstprojekt REFLEXIONEN hat der aus Ostwestfalen stammende Künstler Akim Kuro zwölf Schlagworte zusammengetragen und Menschen gebeten, dazu ihre persönlichen Gedanken oder Assoziationen aufzuschreiben – über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich beteiligt. Herausgekommen ist ein beeindruckendes Gesamtkunstwerk, das die Verbindung von Wort, Emotion und Interpretation sichtbar werden lässt.Yvonne Gebauer, kulturpolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion, schlug in ihrer Eröffnungsrede den Bogen zur Wirkmacht von Worten, indem sie auf das „Sondervermögen" als frisch gekürtes „Unwort des Jahres" einging und veranschaulichte, wie ein einziger Begriff unsere Gedanken beeinflusst und nicht selten in die Irre führt. Sie hob die Bedeutung von Bibliotheken als wichtige Lern- und Begegnungsorte hervor und rief in Erinnerung, dass es die Freien Demokraten waren, die in ihrer Regierungszeit erste Sonntagsöffnungen von Bibliotheken ermöglicht hatten.
Gebauer erinnerte zudem an die umstrittenen Warnhinweise der Stadtbücherei Münster, die vermeintlich demokratiegefährdende Werke gekennzeichnet hatten, nach einem Urteil des Oberverwaltungsgerichts aber wieder entfernt werden mussten. Von diesem Urteil „ging ein starkes Signal für die Meinungsfreiheit und gegen staatlich gelenkte Meinungsvorgaben aus."

Antje Deistler stellte als Leiterin des Literaturbüros Ruhr ihre Arbeit vor und sprach sich für mehr öffentliche Anerkennung der gesellschaftlichen Bedeutung von Literatur aus. Lesen leiste einen unverzichtbaren Beitrag zur kulturellen Bildung von Kindern und Jugendlichen und sollte deshalb angemessen unterstützt werden.

Akim Kuro ordnete die Entstehungsgeschichte seines Kunstprojekts während der Corona-Pandemie ein und erklärte die Hintergründe der dafür verwendeten Begriffe wie „Irrgarten", „Erdbeerzeit" oder „Erinnerungslücken". Der Künstler suchte im weiteren Verlauf des Abends immer wieder den Austausch mit den Besucherinnen und Besuchern, die staunend, nachdenklich, belustigt oder ergriffen vor den niedergeschriebenen oder aufgezeichneten Gedanken standen.     

Wer sich die Ausstellung im Landtag ansehen möchte, hat dazu noch bis zum 26. Februar 2026 Gelegenheit. Hierfür genügt eine E-Mail an fdp-fraktion@landtag.nrw.de.