„Zeitstress macht krank“ – Schneider (FDP) fordert moderne Politik gegen den Bürokratie-Burnout

Fast die Hälfte der Menschen in Nordrhein-Westfalen hat zu wenig Zeit für Familie, Freunde oder persönliche Interessen wie Sport und Kultur. Das zeigt die neue Zeitverwendungserhebung des Statistischen Landesamtes. Für die FDP-Landtagsfraktion NRW ist das auch ein deutliches Warnsignal aus gesundheitspolitischer Sicht. Susanne Schneider, gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion, erklärt: „Wer dauerhaft keinen Raum mehr für Ausgleich, Bewegung oder soziale Kontakte findet, lebt auf Verschleiß. Das macht auf Dauer krank – körperlich wie seelisch. Die Zahlen des Landesamts sind keine Momentaufnahme, sondern ein ernstzunehmender Weckruf.“

Susanne Schneider

Susanne Schneider

Aus Sicht der Freien Demokraten trägt auch der Staat Mitverantwortung für den zunehmenden Zeitstress vieler Menschen: Überbordende Bürokratie, unzureichend getakteter ÖPNV, starre Bildungsstrukturen und fehlende digitale Angebote kosten täglich wertvolle Lebenszeit. Während sich das Leben vieler Menschen wandelt und flexibilisiert, verharrt die Landesregierung in alten Denkmustern. „Die Politik von Schwarz-Grün erinnert eher an eine analoge Behörde im digitalen Zeitalter. Was die Menschen brauchen, ist mehr Freiheit, ihr Leben eigenverantwortlich zu gestalten – sei es in der Familie, im Beruf oder bei der Pflege von Angehörigen“, so Schneider weiter.

Die FDP-Fraktion fordert deshalb unter anderem in ihrem Positionspapier „Zeitpolitik – Mehr Zeit für dich! Ein Plädoyer für mehr Selbstbestimmung“:

  1. Die Einführung digitaler Bürgerportale, um Behördengänge zeitsparend online abzuwickeln
  2. Eine Flexibilisierung des deutschen Arbeitszeitgesetzes mit einer wöchentlichen statt täglichen Höchstarbeitszeit – Ruhezeiten und Pausen bleiben selbstverständlich garantiert
  3. Eine faire Verteilung der Sommerferien auf alle Bundesländer, damit auch NRW wieder Pfingstferien erhält
  4. Die Abschaffung der halbjährlichen Zeitumstellung, die nachweislich Gesundheit und Alltag belastet

„Die Zeitpolitik der FDP setzt auf Selbstbestimmung statt Vorschriften. Wir setzen uns für ein Leben ein, in dem jeder seine Uhr selbst stellt! In einer Welt, die sich rasant wandelt, ist es höchste Zeit für eine Zeit-Revolution. Wir wollen mehr Freiheit für die persönliche Lebensgestaltung, beruflich wie privat! Wir Freie Demokraten wollen einen Staat, der den Menschen Zeit schenkt – nicht einen, der sie raubt“, betont Schneider abschließend.

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